Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Winsen Generationswechsel bei Winser Besenbindern
Celler Land Winsen Generationswechsel bei Winser Besenbindern
19:33 05.01.2014
Von Christopher Menge
Drei Besenschläge aufs Hinterteil. Meister Wolf-Dieter Scholke (links) - ernennt einen Gesellen. Quelle: Benjamin Westhoff
Winsen (Aller)

Zuvor hatten die drei 74-jährigen "Altmeister" Beckmann, Walter und Scholke aber noch ein letztes Mal die Besen der Lehrlinge begutachtet. Jörg Schmidt, Timo Röttjer, Jan Kleinschmidt, Robert Eierhoff, Ulrich Pausch, Maik von der Kammer, Julian Stradtmann, Klaus und Stefan Kaldonek, Timo Scholke, Helmut Lux, Torsten Brosch und Erwin Potschka erhielten den Gesellenbrief und drei Besenschläge aufs Hinterteil. "Der Reisigbesen muss buschig, drei Mal mit Draht gebunden und am Kopfende abgehauen sein", sagte Beckmann, "dann kann man damit wunderbar Schnee und Laub fegen."

Sehr zur Freude der anwesenden 100 Männer fiel ein Besen bei der Prüfung durch und landete im Feuer. Um 9 Uhr hatten sich die Besenbinder vom ehemaligen Sandkrug in Richung Pastorenkoppel aufgemacht. Nach Frühstück mit einem Kanten Brot, einem Stück Wurst und einem Schluck Schnaps wurde der Birkenreisig geschnitten. "Das geht nur im Winter", erklärte Beckmann. Dazu wird platt geschnackt.

Höhepunkt war aber die Proklamation von Dieter Pohland zum Ehrenobermeister. Pohland war im vergangenen Jahr nach 12 Jahren als Obermeister zurückgetreten. Beim traditionellen Besenbinden am ersten Sonnabend ist er aber nach wie vor dabei.