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Winsen Gutachen für Winser Munitionsentsorgungsanlage
Celler Land Winsen Gutachen für Winser Munitionsentsorgungsanlage
16:45 06.02.2015
Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren am 16.12.08 im Winser Rathaus: Das Gewerbeaufsichtsamt hat 13 Einwendungen bekommen. Quelle: Stefan Drößler
Winsen (Aller)

„Es steht die Behauptung im Raum, dass es dort eine Belastung gibt und die Gemeinde ihre Aufsichtspflicht verletzt”, sagte Oelmann nach der Sitzung. Die Gemeinde sei zwar für die Überwachung nicht zuständig, allerdings würde durch die Aussagen Angst in der Bevölkerung geschürt. Dieser gelte es zu begegnen.

Hintergrund des Auftrages ist eine Untersuchung durch ein Gutachterbüro aus Hamburg, die im September in Kurzfassung vorgestellt wurde. Darin werden Verstöße von Grenzwerten angeprangert. Eingeladen hatten damals zu der Veranstaltung die Unabhängige Wählergemeinschaft Winsen und der Ortsverband Wietze/Winsen der Grünen zusammen mit den Anwohnern Heinz-Wilhelm und Gertraudis Lecht sowie die Bürgerinitiative Walle.

Oelmann bemängelte in diesem Zusammenhang, dass das Gutachten bisher der Gemeinde nicht zur Verfügung gestellt worden ist. „So hätten wir zumindest eine erste grobe Richtschnur für die Frage, wie das Gutachten gemacht werden soll”, sagte Oelmann. Aus seiner Sicht sei das keine Politik im Sinne der Menschen.

Horst Arndt (UWG) begründete das Zurückhalten des Gutachtens damit, dass die Firma Dynasafe zugesagt hatte, weitere Messergebnisse zu liefern. Dies sei bisher nicht erfolgt.

Alleine dieses Geplänkel macht deutlich, dass das Misstrauen auf beiden Seiten nach wie vor groß ist. Um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, die Gemeinde kaufe sich ein Ergebnis, will Oelmann eine Institution wie den TÜV oder ähnliches engagieren, „die über jeden Zweifel erhaben ist”. Der Gutachter soll zunächst ein Konzept für die Beprobung erarbeiten und dann vorstellen. Es soll aber sowohl Wasser als auch Boden untersucht werden. Einen Zeitrahmen konnte Oelmann noch nicht nennen.

Das Thema wird auch den Umweltausschuss des Kreises in der Sitzung am Donnerstag, 14.30 Uhr, beschäftigten. Die WG Landkreis hat dazu einen Antrag gestellt. Weitere Themen sind die Kartierung von Wegen und die Übertragung des Verordnungsverfahrens für das Natura-2000-Gebiet Lünsholz.

Von Tore Harmening