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Winsen Haushalt verabschiedet: Jeder Winser Bürger mit 1000 Euro verschuldet
Celler Land Winsen Haushalt verabschiedet: Jeder Winser Bürger mit 1000 Euro verschuldet
14:22 15.12.2013
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Bürgermeister Dirk Oelmann sagte in seiner Haushaltsrede, dass jetzt auch optisch sichtbar werde, dass sich Winsen zum Zentrum des Celler Westkreises entwickele. Mehr noch, Winsen sei "die attraktivste Gemeinde im Landkreis Celle". Zahlreiche Großprojekte wie der Umbau der Poststraße und die Erweiterung der Grundschule seien auf den Weg gebracht worden. Künftig werde es vor allem darum gehen, den Hochwasserschutz voranzutreiben und Straßen zu sanieren.

CDU-Fraktionschef Friedrich-Wilhelm Falke erinnerte daran, dass es auch wegen der "hervorragenden gesamtwirtschaftlichen Lage" gelungen sei, einen ausgeglichenen Etat zu präsentieren. Das wäre ohne die hohen Einnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuern sowie Rückerstattungen aus der Kreisumlage nicht möglich gewesen. Falke appellierte an die Winser Verwaltung, "stärker die Werbetrommel für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben" im Gebiet Taube Bünte zu rühren.

Für die SPD kritisierte Wolfhard Mauer, dass im Landkreis die Kreisumlage nicht gesenkt wird. Die hohen Abgaben der Gemeinden führten dazu, dass "beim Landkreis ein Geldspeicher angelegt wird". Außerdem werde sich die SPD dafür einsetzen, dass hinter dem Schulzentrum ein Sportpark angelegt wird. "Die finanziellen Spielräume wollen wir uns erarbeiten."

Anders als in den vergangenen Jahren stimmten auch die Winser Grünen für den Etat, da er ausgeglichen ist, wie Gertrud Truffel sagte. Jürgen Doogs und Wilhelm Redeker, die nach einem Streit die UWG verlassen haben und sich jetzt nach ihren Initialen DR-Fraktion nennen, enthielten sich, weil die Gemeinde nach wie vor Leistungen finanziere, zu denen sie nicht verpflichtet sei.

Die UWG fand genügend Ansatzpunkte, um das Zahlenwerk zu kritisieren. So erinnerte Horst Arndt daran, dass Kämmerin Anke Schumann vor einem Jahr gesagt habe, Ziel der kommenden Jahre dürfe nur der "Abbau der investiven Verschuldung" sein. Stattdessen stiegen die Schulden von 11,2 auf 12,5 Millionen Euro an. Außerdem sprach er die ungeklärte Zukunft der Hauptschule sowie den Kauf des alten Sparkassengebäudes durch die Gemeinde an, "obwohl die Nutzung anscheinend noch nicht ganz feststeht". Ebenso vermisse die UWG Geld für den Hochwasserschutz.