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Winsen Historie trifft Virtual Reality
Celler Land Winsen Historie trifft Virtual Reality
17:32 26.11.2018
Quelle: Kirsten Glatzer
Winsen

Eine Zeitreise ins Jahr 1828 unternehmen und dort Zeuge einer sogenannten Eheberedung werden. Das wird in einigen Monaten auf dem Museumshof Realität sein, genauer gesagt Virtuelle Realität. Die Voraussetzungen dafür wurden am Wochenende mit der Darstellung und Verfilmung dieser Zusammenkunft geschaffen, bei der die Formalien für die Heirat der Erbin des Kalandhofs mit dem jüngeren Sohn des Nachbarn geregelt werden.

360-Grad-Verfilmung mit Virtual-Reality-Technik

Das Besondere daran: Durch die 360-Grad-Verfilmung mit hochmoderner Virtual-Reality-Technik und mithilfe entsprechender Brillen kann die Szene später betrachtet werden, als nähme man direkt an ihr teil. „Die Idee von Felicitas Bergner war, die Akten zum Leben zu erwecken, also lebendige Geschichte zu erschaffen“, erklärt Historikerin Angelika Kroker, die das Originaldokument im Rahmen historischer Forschungen entdeckte und das Filmprojekt nun wissenschaftlich begleitet.

Für einen Tag verwandelt sich der Museumshof in ein Filmset mit allem, was dazugehört: sechs Schauspieler, davon drei Profis, ein Filmteam mit Hightech-Equipment, wissenschaftliche Begleitung und ein Catering, das allen Beteiligten den Dreh in der Kälte so angenehm wie möglich machen wird.

Johanna von Gutzeit spielt mit

Während Tim Mittelstaedt und Malte Lahrmann von der Filmfirma Timmersive im Bauernhaus den Dreh vorbereiten, Licht-, Ton- und Kameratechnik installieren, haben sich in der warmen Stube von Dat groode Hus die Darsteller, Historikerin Kroker und Bergner, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museumshofs, versammelt, um gemeinsam das Drehbuch durchzugehen, das von den Schauspielern des Schlosstheaters auf Basis des Originaldokuments dramaturgisch aufbereitet wurde. Das sind Johanna von Gutzeit und Alex Friedland, die das Brautpaar spielen, sowie Amtmann Niemeyer alias Felix Lüke. Die anderen Rollen sind von Mitgliedern des Heimatvereins besetzt. Den Part des Brautvaters übernimmt Gründungsmitglied Heinrich Lindhorst, den Stiefvater des Bräutigams mimt Heiner von Hörsten, den älteren Bruder Flößer Stefan Thiele.

Und dann geht’s los mit dem Innendreh im Bauernhaus. In der Feuerstelle brennen zwar ein paar Holzscheite, aber das reicht natürlich nicht aus, um den großen Raum zu erwärmen. Genau so war das in der damaligen Zeit. Die Profis tragen daher in weiser Voraussicht Wärmegürtel unter ihren Gewändern.

Ergebnis wird Ende März gezeigt

In der Mittagspause ein erstes Fazit: „Es ist großartig, an den Originalschauplätzen zu drehen, und das im Zusammenspiel mit der hochmodernen Technik. Dieser Kontrast ist absolut faszinierend“, begeistert sich „Amtmann“ Felix Lüke.

Man darf also gespannt sein auf das knapp 15 Minuten lange Ergebnis, das am 31. März erstmals im Grooden Hus gezeigt wird und den Besuchern ab der Saison 2019 zur Verfügung stehen wird, erklärt Felicitas Bergner: „Es soll ein Angebot an unsere Besucher sein, Geschichte mal ganz anders zu erleben, so als wäre man ein Teil von ihr.“

Von Kirsten Glatzer

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