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Winsen Hochbegabte Nachwuchskünstler spielen „Zukunftsmusik“ im Grooden Hus in Winsen
Celler Land Winsen Hochbegabte Nachwuchskünstler spielen „Zukunftsmusik“ im Grooden Hus in Winsen
14:54 20.09.2016
Winsen (Aller)

Zum Glück vermeidet man den Begriff vom zukünftigen „Superstar“ und gibt sich mit dem schlichten Veranstaltungstitel „Zukunftsmusik“ sehr viel bescheidener. Was für die TV-Stars die möglichst vollkommene Show mit perfekter „Performance“ ist, bedeutet für die IFF-Studenten in jeder Hinsicht ihr immenses persönliches Können ohne alle zusätzlichen Effekte und Hilfsmittel. Unplugged sozusagen und auf höchstem Niveau. Hohe Musikalität, großartiges technisches Können und eine spürbare geistige Durchdringung der von ihnen gespielten Werke zeichnet sie alle aus. „Wir legen in besonderem Maße Wert auch auf Theorie, Rhythmus und Dirigieren,“ sagt dazu in seinen Begrüßungsworten der Direktor des Instituts, Martin Bauß.

Was er damit meint, bewies einleitend bereits der 14-jährige Geiger Qingzhu Weng mit kluger Bogeneinteilung, sicheren Doppelgriffen und volltönendem Klang in der Allemande und Corrente aus der Bach-Partita Nr.1 in h-Moll. Sein technisches Können bewies er darüber hinaus in dem Caprice Nr.7 von Nicolo Paganini.

Wundervolles musikalisches Einfühlungsvermögen zeigte Johanna Dorothea Görißen in Louis Spohrs Fantasie für Harfe c-Moll op. 35 und im Impromptu Des-Dur op.86 von Gabriel Fauré. Erstaunliche musikalische und technische Reife demonstrierten Jan-Aurel Dawidiuk am Klavier mit Schumanns C-Dur-Fantasie op.17 und Levi Julius Sochor mit der Beethoven-Sonate Nr.2 F-Dur op.10.

Mit dem 3. Satz aus Mozarts Violinkonzert G-Dur KV 216 glänzte – am Flügel begleitet von Arnold Bulkin – der erst 12-jährige Jakow Pavlenko und ein blitzendes Glanzlicht schließlich setzte er mit Pablo de Sarasates Spanischem Tanz Nr.8.

Als Zuhörer konnte man da nur ins Schwärmen geraten. Starker, begeisterter Beifall am Schluss.

Von Hartmut Jakubowsky