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Winsen In Winsen kocht alter Aldi-Streit wieder hoch
Celler Land Winsen In Winsen kocht alter Aldi-Streit wieder hoch
15:35 10.07.2018
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Für die Gruppe "Gemeinsam für Winsen" steht damit auch der geplante Sportpark und der Bau der neuen Halle auf dem Spiel. Denn der Landkreis Celle wolle seine Einnahmen aus dem Verkauf des Hauptschulareals von 1,2 Millionen Euro in die neue Sporthalle stecken. „Es ist uns schleierhaft, warum der CDU-Bürgermeisterkandidat in Winsen jetzt auf einmal doch den neuen Sportpark und die neue Sporthalle in Winsen verhindern will. Was soll diese Verhinderungstaktik?“, fragt die Gruppenvorsitzende und SPD-Fraktionschefin Ina Boy.

SPD, CDW und Grüne werfen Hemme vor, nicht mehr zu einer getroffenen Vereinbarung stehen zu wollen. Er habe deutlich gemacht, dass die CDU nie hinter dem Plan für einen neuen Sportpark mit neuer Sporthalle und einem Haus der Vereine gestanden habe. „Dieses Verhalten ist vor allem eines: verantwortungslos. Wir bleiben dabei: Wir wollen Sportpark, Sporthalle und Haus der Vereine – und das geht nur im Paket und muss zügig kommen“, sagt Jannik Randolph (CDW). Mit dem CDU-Vorschlag, den vorderen Teil doch nicht an Aldi abzugeben, wäre das Gesamtpaket vom Tisch: „Uns würden mit einem Schlag die 1,2 Millionen Euro vom Landkreis fehlen, die neue Sporthalle würde nicht gebaut werden. Das wäre eine herbe Niederlage für unsere Gemeinde, besonders aber für den Schul- und Vereinssport“, so Randolph.

Bürgermeister Dirk Oelmann verwies erneut darauf, dass der Rat die Planung bereits beschlossen habe. „Auf das Ergebnis können wir uns alle freuen: Der Sportpark wird vollendet, mit der neuen Sporthalle bekommt der Schul- und der Vereinssport künftig drei zusätzliche Felder statt nur einem Feld. In vielen Gesprächen haben wir diesen Weg zusammen mit den Winser Sportvereinen entwickelt“, so Oelmann.

CDU fordert Planungsstopp: Nach der CZ-Berichterstattung vom vergangenen Freitag hat auch die Winser CDU reagiert. Die Fraktion hat dem Bürgermeister einen Offenen Brief geschrieben. Darin fordert sie ihn auf, den Ratsbeschluss zum "Haus der Vereine" im Haesler-Gebäude vom Dezember 2016 auszusetzen, bis eine Entscheidung zur Bauleitplanung getroffen ist. Die Christdemokraten wollen damit nach eigener Aussage verhindern, dass der Gemeinde weitere Kosten entstünden. "Es ist bei jetziger Ausgangslage damit zu rechnen, dass die Bauleitplanung im Gemeinderat keine Mehrheit erhält, da bereits eine Patt-Entscheidung das Aus für die Bauleitplanung bedeuten würde", schreibt Fraktionschef Christian Peters. Mit der Entscheidung im Rat wird Ende des Jahres gerechnet.

Bürgermeister-Wahlkampf: Der jahrelange Streit um den Aldi-Umzug wird offenbar auch ein großes Thema im Bürgermeister-Wahlkampf. Eine Breitseite für Hemme gab es jetzt von der Gruppe "Gemeinsam für Winsen": "Wir wundern uns jeden Tag mehr über die Äußerungen des CDU-Bürgermeisterkandidaten: Er ist eigentlich gegen eine Ortsumgehung, eigentlich gegen die neue Sporthalle – gegen was denn noch? Wer Bürgermeister werden will, muss die Zukunft gestalten wollen und nicht nur gegen alles sein", kritisierte Ina Boy. Das letzte Wort dürfte in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen sein.

Der Schützenverein Walle hat mit dem Spielmannszug Walle den Hauptkönig zum Schützenumzug nach Hannover begleitet.

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Um einen Spruch ist Ingrid Kantoks-Albert nie verlegen. "Ich bin 63 Jahre alt. Glauben Sie, ich höre Hip-Hop?", antwortet sie auf die Frage nach ihrem musikalischen Geschmack. Natürlich hängt ihr Herz an der Volksmusik, sonst hätte sie ja am Wochenende nicht Michael Hirte, den "Mann mit der Mundharmonika", nach Wathlingen eingeladen. Knapp 400 Gäste kamen auf den Schützenplatz, um mit Michael Hirte und Simone Oberstein sowie dem Hamburger Schlager-Duo "Die Junx" zu feiern.

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Winser Geschäftsleute haben sich angesichts der enormen Verkehrsbelastungen klar hinter die Idee einer Ortsumgehung gestellt. Die Ausweichstrecke wäre eine große Entlastung, sagten mehrere Gewerbetreibende auf CZ-Anfrage. Und unisono wird berichtet, dass Winsen derzeit regelrecht einen Verkehrsinfarkt erleidet, wenn Autos und Laster sich durch die Poststraße schieben, weil sich auf der A7 wieder ein kilometerlanger Stau gebildet hat.

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