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Winsen Jobcenter zu Südwinser Familie: „Nicht willkürlich entschieden“
Celler Land Winsen Jobcenter zu Südwinser Familie: „Nicht willkürlich entschieden“
16:55 06.04.2018
Von Simon Ziegler
Südwinsen

Die CZ hatte über das Schicksal der Bührens berichtet. Tochter Lea-Jolie leidet an einem offenen Rücken, hat epileptische Anfälle und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sohn Julian ist Autist und gehbehindert. Vater Andreas Bühren hat schwere Diabetes und ein Nierenleiden, bei seiner Frau Gloria wurde eine Vorstufe zur Leberzirrhose auf­grund einer Auto­immun­erkrankung festgestellt.

Das Jobcenter übernimmt nicht die vollen Mietkosten. Der vierköpfigen Familie steht bei einer Wohnfläche von 85 Quadratmeter eine Bruttokaltmiete in Höhe von 573 Euro zu. Die Südwinser müssen aber 763 Euro Miete zahlen. Eine vollständige Übernahme der Mietkosten wurde abgelehnt. „Die Familie hatte zu unserem Bescheid Stellung genommen und dabei auf die besonderen Umstände durch die erheblichen Beeinträchtigungen der Kinder hingewiesen. Das Jobcenter hat den Fall daraufhin erneut geprüft und ist – schon weit vor der Berichterstattung – zu dem Schluss gekommen, dass in diesem Einzelfall auch höhere Unterkunftskosten anerkannt werden können“, sagte die Sprecherin.

Darüber hinaus sei es möglich, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch Umzugskosten sowie die Mietkaution übernommen werden. „Diese und weitere Einzelheiten gilt es nun in einem persönlichen Gespräch zu erörtern. Das Jobcenter im Landkreis Celle will Familien unterstützen – für Familien in schwierigen Lebensumständen gilt das ganz besonders. Nach wie vor bieten wir Familie Bühren an, sich gemeinsam mit uns an einen Tisch zu setzen und eine einvernehmliche Lösung zu finden“, sagte Haarstrick. Das Jobcenter bemühe sich auch, Andreas und Gloria Bühren zu unterstützen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Lange suchte Familie Bühren seinerzeit, bis sie aus ihrer Dachgeschosswohnung in ein Haus am Südwinser Getreidering ziehen konnte. Hier war genug Platz für die vier – und alles barrierefrei. Tochter Lea-Jolie leidet seit ihrer Geburt an Spina bifida, also einem offenen Rücken, hat epileptische Anfälle und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sohn Julian (10), Autist mit schweren Entwicklungsverzögerungen, ist gehbehindert und leidet an ADHS. Vater Andreas Bühren hat schweren Diabetes und ein Nierenleiden, kann nicht mehr als Lkw-Fahrer arbeiten. Bei seiner Frau Gloria wurde eine Vorstufe zur Leberzirrhose auf­grund einer Auto­immun­erkrankung festgestellt.

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