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Winsen Jugendarbeit aus einem Guss
Celler Land Winsen Jugendarbeit aus einem Guss
16:55 11.10.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: David Borghoff
Winsen

WINSEN. Rund ein halbes Jahr nach der Umstrukturierung der Jugendarbeit in Winsen haben die Jugendpfleger ein zufriedenes Zwischenfazit gezogen. Die Zusammenlegung von Jugendpflege und Mobiler Jugendarbeit (Mowi) sei der richtige Schritt gewesen, sagt Jugendtreff-Chefin Britta Hesse. Die langjährige Leiterin der Mobilen Jugendarbeit ist seit Mai, als "Mowi" zum Jugendtreff in die frühere Hauptschule miteingezogen ist, eine von drei Jugendpflegern der Gemeinde. Ihre Kollegen sind Laureen Wohlers (23) und Christian Artelt (29).

Das Nebeneinander von offener und mobiler Jugendarbeit hatte in der Vergangenheit in Winsen immer wieder zu Reibereien geführt. "Die Gemeinde wollte eine Veränderung", so Hesse. "Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt. Keine andere Gemeinde im Landkreis Celle hat drei Jugendpfleger in Vollzeit", sagt die 61-Jährige.

Hesse hatte vor mehr als zehn Jahren in Winsen als Streetworkerin begonnen und nach und nach die Mobile Jugendarbeit aufgebaut. Damals gab es in Winsen ganz andere Schlagzeilen als heute. Immer wieder war von Vandalismus die Rede. Ein Vorwurf von damals: Jugendliche hingen auf der Straße rum, ohne dass sich jemand um sie kümmern würde. Diese Schlagzeilen gibt es schon lange nicht mehr.

Im Winser Jugendtreff werden die Jugendlichen so akzeptiert, wie sie sind, sagen die drei Jugendpfleger. Es geht darum, sich mit den Themen zu beschäftigen, mit denen sich der Nachwuchs selbst beschäftigt. Die Jugendlichen sollen da abgeholt werden, wo sie stehen. Das heißt in der Praxis: Computerspiele haben einen großen Stellenwert. Dabei ist die Gemeinschaft wichtig, man spielt als Team online gegen andere Teams. Auch Billard spielen und Musik stehen im Jugendtreff hoch im Kurs. Die Räume sind technisch bestens ausgerüstet. Eine schnelle Internet-Verbindung, ein freies WLan-Netz und Gaming-Rechner sind genauso vorhanden wie ein Spotify-Anschluss, um Musik anzuhören. Es gibt auch eine Mädchen-AG, Laureen Wohlers leitet eine Kindergruppe.

Rund 30 Jugendliche kommen regelmäßig in die früheren Hauptschulräume. Unter der Woche ist bis 20 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag sogar bis 22 Uhr.

Starr ist das neue Mowi-Konzept – der Name steht jetzt für Mobile und Offene Jugendarbeit – aber nicht. Wenn die Jugendlichen bei schönem Wetter alle an der Aller sind, gehen die Jugendpfleger eben mit. Oder sie lassen sich bei den Skateplätzen in Winsen und Meißendorf blicken.

Hesse, Wohlers und Artelt blicken bereits in die Zukunft. Sie freuen sich auf den neuen Jugendtreff, der im Sportpark neben der Sporthalle gebaut wird. Einzug soll Ende 2019 sein. "Das ist eine traumhafte Location", sagt Artelt – direkt neben Oberschule, Skatepark und Schwimmbad. Dann dürften ganz neue Zielgruppen für den Jugendtreff ansprechbar sein.

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