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Winsen Jugendraum saniert und aufgemöbelt
Celler Land Winsen Jugendraum saniert und aufgemöbelt
12:40 02.11.2018
Von Andreas Babel
Der Winser Pastor Mirco Kühne (links), der Südwinser Zimmermann (im Ruhestand) Rainer Pfeiffer (neben ihm) und 24 der gut 40 Teamer sind im neu gestalteten Jugendraum im "Haus der Kirche" am Küsterdamm in Winsen zu sehen. Quelle: Andreas Babel
Winsen

Am 28. Oktober hat Rainer Pfeiffer die letzte Tür in der mächtigen Holzkonstruktion angebracht. Dann war das Werk vollendet. Zusammen mit den Teamern unserer Kirchengemeinde hat der Zimmermann im Ruhestand seit Ende Juni den Jugendraum im „Haus der Kirche“ wieder in Schuss gebracht und im wahren Sinne des Wortes „aufgemöbelt“. Die derzeit mehr als 40 aktiven Teamer feierten das Ereignis mit einem fröhlichen Zusammensein am Abend des 30. Oktober.

Immer dienstags steht ein regelmäßiges Treffen in diesem Raum auf dem Programm. „Da bin ich in diesem Jahr dem Wetter einmal sehr dankbar, denn wir konnten diese Treffen meistens im Freien durchführen, denn während der Bauarbeiten konnten wir den Raum nicht nutzen“, sagte Pastor Mirco Kühne, der die Jugendlichen betreut. Seitdem der Seelsorger in der Gemeinde Winsen segensreich wirkt, hat sich die Zahl der Teamer, also der in Projekten und Gottesdiensten aktiven Jugendlichen unserer Gemeinde, mehr als verzehnfacht. Zu Beginn seiner Amtszeit an der Aller waren es gerade einmal drei Teamer, erinnert sich Kühne. Einer davon ist auch heute noch dabei: der 23-jährige Max.

Der etwa 40 Quadratmeter große Raum wird von einem massiven, verschiebbaren Multimedia-Tisch dominiert. Er ist zusammenklappbar und so kann er an einer Wand gesichert zur Seite geräumt werden. Durch ein von der Decke hängendes Kabel wird er mit Strom versorgt. So können hier Laptops oder die Musikanlage angeschlossen werden, ohne einen Kabelsalat oder Stolperfallen zu verursachen. Außerdem sind zwei Induktiv-Ladestationen für Handys vorhanden. Mindestens 16 Jugendliche können rund um den mächtigen Tisch Platz finden.

Auf dem großen, gemütlichen zweischenkligen Sofa an der Fensterseite kann man zu elft, auf dem kleineren unter dem Regal zu fünft sitzen. In dem Regal ist alles für den Jugendbetrieb Notwendige so eingeräumt, dass man es schnell wiederfindet: „Bastelkiste“, „Andacht“, „Kerzen“ und „Spiele“ steht auf den unterschiedlich großen Kisten. An der Wand zum Flur soll eine Holzkonstruktion mit drei Halterungen für Säcke für Mülltrennung sorgen. Darüber ist die Leinwand angebracht. Auch ein Beamer ist vorhanden – beste Voraussetzungen für gemütliche Filmabende also.

Pastor Kühne ist vom Engagement der Teamer und von Rainer Pfeiffer, der alleine bestimmt 150 Arbeitsstunden investiert hat, begeistert: „Hier ist nichts von mir oder anderen vorgegeben worden. Das Ergebnis trägt die Handschrift der Jugend. Das ist besonders ermutigend zu sehen, wie viel Großartiges aus der Gemeinschaft heraus entstehen kann, wenn man die Räume hat.“ Und damit meint der Geistliche nicht den ummauerten Raum, sondern die Freiheit der Entscheidung. Vieles von dem, was hier geschaffen wurde, ist in der Werkstatt der Firma BuWo Holzbau GmbH & Co. KG in Südwinsen entstanden. Firmenchef Stefan Wolters hat seinen ehemaligen Mitarbeiter Rainer Pfeiffer die Arbeit mit den Jugendlichen auch an den großen Maschinen ermöglicht. Die Feinarbeiten erfolgten dann im Jugendraum selbst.

Die Jugendlichen werden ganz gewiss achtgeben auf das, was sie hier gemeinsam geschaffen haben. Sie sind sich sicher, dass gemeinsame zwei- bis dreistündige Aufräumaktionen mit vier bis fünf Teamern nicht mehr notwendig sein werden, um wieder Grund in den Raum zu bringen, denn dieser wird nun ständig gepflegt wie ein Schatzkästlein. In solch einem Umfeld macht es allen noch einmal so viel Spaß, Jugendgottesdienste oder Projekte vorzubereiten wie die Begleitung von Senioren zu Gottesdiensten, den Dienst an verschiedenen Ständen auf dem Weihnachtsmarkt oder die Teilnahme am Kirchentag in Dortmund im kommenden Jahr. Dieser Raum lädt aber auch ein, um sich einfach mal mit netten Leuten zu treffen, gemeinsam zu spielen, zu singen oder auch nur um Zeit miteinander zu verbringen.

Man darf sie nicht vergessen, die Opfer der Nationalsozialisten, die lange nicht erwähnt worden sind: Auch Kinder, die nicht ins Weltbild der Nazis passten, wurden systematisch ermordet.

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