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Winsen Kinder nutzen in Meißendorf Pferderücken als Turnplatz
Celler Land Winsen Kinder nutzen in Meißendorf Pferderücken als Turnplatz
15:38 21.07.2016
Zwölf Kinder bewiesen beim Voltigieren auf den Pferden Bonita und Werano ein großes Maß an Körperbeherrschung. Schon nach kurzer Zeit gelang es ihnen, sich auf dem Pferderücken zu entspannen. Quelle: Anne Friesenborg
Meißendorf

Die vier Gruppen haben sich gleichmäßig in der Reithalle verteilt. Zwei der Mädchen üben auf einem Cavaletti das Balancieren, eines turnt auf dem Bock, einer Art Holzpferd, auf dem die verschiedenen Lektionen des Voltigierens erstmal ohne die Bewegung des Pferdes geübt werden können.

Voltigieren ist das Turnen auf dem Pferderücken, meistens im Galopp. Auf Werano versucht sich Birla gerade an den Übungen Fahne und Liegestütz. Gleichmäßig galoppiert der großrahmige Wallach an der Longe im Kreis, während das kleine Mädchen sich fast mühelos auf seinen Rücken kniet – beinahe wie ein echter Profi. Dabei hat auch Birla das Voltigieren an diesem Vormittag zum ersten Mal ausprobiert.

Im Anschluss üben Lara, Marie und Annika den Aufschwung, das Aufspringen auf das Pferd, während es in Bewegung ist. Gemeinsam laufen sie neben dem Pferd her und versuchen, seinen Takt und Schwung zu übernehmen. Unterstützt werden die zwölf Mädchen unter anderem von Merle und Maite Brückner, die den Voltigiersport schon viele Jahre betreiben. „Beim Voltigieren ist es wichtig, immer gerade zu sitzen“, erklärt Maite Saskia, die auf dem Bock den richtigen Grundsitz übt. Körperspannung und Gymnastizität sind für das Turnen auf dem Pferderücken besonders wichtig.

Nach einer Weile wechseln die Gruppen reihum, sodass Lara und Annika nun mit Bonita üben können. Im Schritt schafft es Lara, vor den Voltigiergurt zu klettern und auf dem Hals des Pferdes zu sitzen. Damit sie gerade und ausbalanciert sitzt, bringt Birla ihr den Gummifisch zum Üben. Diesen legt sich Lara auf den Kopf – der Fisch soll möglichst nicht herunterfallen. Fast eine Runde lang schafft sie es schon, den Fisch auszubalancieren, bevor er im Sand landet. Im Anschluss daran kniet sich Lara sogar rückwärts auf den Pferderücken, um zum Abschluss über die Kruppe des Pferdes herunterzurutschen – wie auf einer Rutsche.

Birla ist als nächste dran. Im Nu sitzt sie im Schneidersitz auf dem Hals des Pferdes. „Auch du darfst noch mit Bonita kuscheln“, meint Merle Brückner zu ihr, als sie rückwärts auf dem Pferderücken sitzt. Entspannt legt sich Birla auf das Pferd und Bonita wird langsamer. „Bonita denkt bei Kuscheln gleich an Schlafen“, erläutert die Trainerin und schmunzelt. Dann geht es mit den nächsten Übungen weiter.

Von Stefanie Franke