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Winsen Körpergefühl statt Trinkgelage im Skatepark Winsen
Celler Land Winsen Körpergefühl statt Trinkgelage im Skatepark Winsen
09:15 30.05.2014
Der 19-jährige Max Küssner beweist beim Skate-Contest in Winsen, dass er in der Luft eine gute Figur macht, ehe er wieder auf dem Board landet. Philipp Ohlhoff (kleines Foto links) machte beim Strong-Boy-Contest mit – er zog einen Kleinbus. Quelle: Alex Sorokin (2)
Winsen (Aller)

Hoch konzentriert fuhren sich dort die Teilnehmer für den Skate Contest warm, übten noch einmal Tricks und Sprünge, bevor es in die erste Runde des Wettbewerbs ging. Mit dem Skateboard Wettbewerb und Strong Boy Contest wollte Jugendarbeiterin Britta Hesse eine Alternative schaffen und den Fun-Sport am Vatertag in den Mittelpunkt stellen.

Es war der fünfte Skateboard Jam in Winsen und gleichzeitig der erste Eröffnungs-Contest der neu ausgerufenen CSC, kurz für Celler Skateboard Champions. In zwei Durchgängen beurteilte die drei-köpfige Jury zuerst die Teilnehmer der Gruppe U-16 und anschließend die Gruppe Ü-16. „Bewertet werden die Skater in den Kategorien Style, Trick und Lane“, erklärte Juror Soenke Binder (38).

Angefeuert wurden die zwölf Teilnehmer von den rund 200 Zuschauern, die sich um den Skate-Platz versammelt hatten. Mit viel Energie und Ehrgeiz zeigten die Jugendlichen ihr Können auf den Rampen und Halfpipes der Anlage. Leider hatten sich weniger Teilnehmer zum Skate-Jam angemeldet als die vorherigen Jahre. „Das ist halt das Risiko und die Schwierigkeit, wenn man so eine Veranstaltung auf den Himmelfahrtstag legt, aber wir wollten einfach eine Alternative schaffen“, sagte Hesse. „Ich finde die Aktion gut. Die tun hier ein Menge für die Kinder “, sagte Zuschauerin und Mutter Ines MacLean.

Für die Jugendlichen stand ohne Zweifel der Sport im Mittelpunkt. „Es ist super, dass man sich mal messen kann und nicht nur für sich allein übt“, findet Teilnehmer Lars Schlingmann (13). Auch Skater und Moderator Max Rohte (17) befürwortet die Aktion der Mobile Jugendarbeit Winsen. „Man trifft sich, lebt sein Hobby aus, hat Spaß, und es gibt kein Stress mit Betrunkenen“, sagt er. „Es ist auf jeden Fall eine gute Alternative“, findet auch Tobias Rammelkamp (17). Für gute Stimmung und den richtigen Skater-Beat sorgten die DJs D.R.B. und Mekeba.

Neben dem Wettkampf der Skateboarder galt die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch dem Strong-Boy-Contest, der vom Fitness-Studio InShape organisiert wurde. Bei diesem Wettbewerb konnten die jungen Männer ihre Muskelkraft messen, zum Beispiel beim Ziehen eines drei Tonnen schweren Kleinlastwagens. „Wir zeigen heute, dass man auch am Vatertag Sport machen kann“, sagte Teilnehmer Yascha Kalka (19). Belohnt wurden die Teilnehmer der beiden Wettkämpfe mit gespendeten Preisen im Wert von 2500 Euro.

Weitere Höhepunkte und Aktionen der Veranstaltung waren zudem die Einweihung des neuen Parkours-Platzes, verschiedene Workshops, sowie eine kleine Ausstellung von Jugendpflegerin Britta Hesse zum Thema Jugendarbeit. „Jugendkultur braucht Freiräume, um Ausdrucksmöglichkeiten und Lebensgefühl entwickeln zu können“, sagt sie.

Johanna Hasse

Von Johanna Hasse