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Winsen Kulturcafé nebenan zeigt „nicos 20 tage kreta“
Celler Land Winsen Kulturcafé nebenan zeigt „nicos 20 tage kreta“
15:42 22.11.2018
Nicos Nicolas vor seinem Bild "sprachlos 2018". Quelle: Lothar H. Bluhm
Winsen-Stöckte

Mit dem Picasso-Zitat „Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten“, gab jetzt im Winser Kulturcafé nebenan der Kunstmaler Klaus Kühn alias Nicos Nicolas den Blick frei auf seine Ausstellung „20 Tage Kreta“. Über 27 Arbeiten hat Nicos in den beiden Räumen nach seinen Vorstellungen gehängt, gekrönt von dem Werk „sprachlos 18“ im Eingangsbereich.

Skizzen und Studien

Seit 1968 war es der sechste Besuch auf der griechischen Insel, die den Künstler immer wieder zum Arbeiten inspiriert: „An einem Tag bin ich auf der Suche nach Motiven und dann fertige ich an zwei Tagen kleinformatige Skizzen und Studien.“ Insgesamt war der Winser 20 Tage auf seiner Lieblingsinsel, nahm Landschaften, weiße Berge, Bergkapellen und Altäre wahr. „Und die Menschen“, wie Nicos betont.

Zur Kaffeezeit in Paris

Generell holt sich Nicos während seiner ausgedehnten Reisen Inspirationen. Im Frühjahr Landschaften, im Herbst Städte. Paris, Wien, Prag, Budapest, Rom, Dessau. „Es kommen nur Städte mit viel Kultur in Frage.“ Dann nutzt der Künstler die Bahn, denn während der Fahrt kann er sich die Landschaft anschauen, sich dem Ziel gemächlich nähern. „Morgens um acht fahre ich los – zur Kaffeezeit bin ich in Paris.“ Ligurien („Da ballt sich der Tourismus...“), Toskana („Da wird man wahnsinnig von dieser Landschaft...“), Schweiz („Da habe ich meine Leidenschaft zu den Bergen entdeckt; im Umkreis liegen die Viertausender direkt vor der Nase.“) und nach wie vor Kreta („Da bin ich fast schon zu Hause.).

Ansteckende Leidenschaft

Nach seiner braunen Serie in den achtziger und neunziger Jahren, kam die schwarze Reihe, die von der Blauen Serie abgelöst wurde. Nicos‘ Arbeit wandelt sich: vom Surrealismus zu abstrakten Ikonen, Minimal-Art. Ikonenhafte Arbeiten in Acryltechnik, überlegt mit Blattgold. Das Quadrat in Partnerschaft. Erzählungen und Geschichten beeinflussen die Farbigkeit der einzelnen Bilder. „Die Oberfläche wird von Anfang an strukturiert. Ich vergleiche das mit der menschlichen Haut: Jede ist verschieden“, beschreibt Nicos seine Arbeitsmethode. „Ich möchte möglichst lange gesund bleiben – und arbeiten“, gibt der Winser Kunsterzieher seiner Hoffnung Ausdruck. „Das ist wie ein Trieb, das ist ansteckend: Diese Leidenschaft zur Malerei.“

Von Lothar H. Bluhm

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