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Winsen Magische Momente, Kunstgedanken und eine Brise Meer
Celler Land Winsen Magische Momente, Kunstgedanken und eine Brise Meer
13:08 21.07.2014
Künstlerisches Sommerfest in Winsen Przemek Zajfert (rechts). Quelle: Alex Sorokin
Winsen (Aller)

Der Aufhänger des Festes ist in diesem Jahr die Ausstellung „the 7th Day – Bilder aus Winsen mit der camera obscura“. Gezeigt werden geheimnisvoll anmutende, zumeist farbige Fotoarbeiten, die Prezmek Zajfert aus Stuttgart mit Hilfe einer Lochkamera abgebildet hat. Sieben Tage lang wurde das Fotomaterial in einer kleinen Filmschachtel belichtet. Über 5000 Arbeiten weltweit sind inzwischen mit der Kamera entstanden – 15 allein in Winsen. Ausgewählte Arbeiten des Projektes sorgten für anerkennendes Staunen bei den Besuchern. Auch einige Fotos von Walter Jens und Ernst Bloch sind zu sehen, die Zajfert im Tübingen der 70er Jahre aufgenommen hat.

Des Weiteren lauschten die Gäste unter dem Zeltsegel den Worten von Hans-Martin Heinemann, Stadtsuperintendent aus Hannover, aktiv in der Marktkirche tätig, der zum Thema „Gastfreundschaft in Kirche und Kunst“ sprach. Anregend sinnierte er über Grenzbereiche und Annäherungen, nannte Gastfreundschaft einen „Zentralbegriff der Bibel“, stellte die These auf: „Ohne Begegnung mit dem Fremden kein Gottesvolk und später auch keinen Messias der jungen Christenheit, ohne Auseinandersetzungen im kleinen und großen Grenzverkehr keine lebendige Kirchengeschichte“ und konstatierte: „Genauso gilt, ohne die Begegnung mit dem Fremden gibt es keine Kunst.“ Atmosphärisch aufgeladen wurde der Abend neben der Kirche St.-Johannes-der-Täufer bei lauem Lüftchen mit Chansons und Liedern „aus der Weite des Ozeans“ der hannoverschen Musikgruppe „La Mer“, mit Agnes Hapsari, Barbara Ellen Erichsen und Christoph Knop.

Von Aneka Schult-Fietz