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Winsen Mehr als 1000 Stimmberechtigte: Winser Jugend wählt eigenen Beirat
Celler Land Winsen Mehr als 1000 Stimmberechtigte: Winser Jugend wählt eigenen Beirat
16:13 05.05.2014
Von Simon Ziegler
In Winsen dürfen am Sonnabend mehr als 1000 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren einen Jugendbeirat wählen. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Winsen (Aller)

Noch bis heute können Bewerber ihre Kandidatur für den neuen Kinder- und Jugendbeirat in Winsen abgeben. Bis gestern Mittag hatten sich acht Kandidaten angemeldet, sagte Jugendpflegerin Nina Rafter, die das Projekt begleitet. Sie hofft darauf, dass sich kurzfristig weitere Jugendliche finden, um die Interessen des Winser Nachwuchses zu vertreten.

Gewählt wird am Sonnabend, 10. Mai, auf dem Winser Marktplatz. Unter dem Motto „Erst Wahl, dann Party“ beginnt das Programm um 13 Uhr. Dann werden sich die Kandidaten auf der Bühne vorstellen. Außerdem sind Vereine wie der MTV Fichte Winsen, die Kindergärten oder der Elternrat der Grundschule vor Ort. Die Feuerwehr hat eine Löschübung angekündigt. Um 18 Uhr werden dann die Stimmen ausgezählt. Anschließend wird verkündet, wen die Winser in den neuen Kinder- und Jugendbeirat gewählt haben. Danach soll gefeiert werden, DJs sorgen für Musik.

Die Organisatoren der Wahl haben alle Stimmberechtigten zwischen 8 und 18 Jahren angeschrieben, um auf die Wahl aufmerksam zu machen. Mehr als 1000 junge Menschen können somit die „Politiker“ wählen, die künftig ein Wörtchen mitreden sollen.

Geplant ist, dass sich der Beirat nach der Wahl alle drei Monate treffen wird. Vertreter des Gremiums haben dann auch die Möglichkeit, an Sitzungen von Gemeinde-Ausschüssen teilzunehmen. „Die Mitglieder des Beirates sollen die Interessen der Winser Jugend vertreten und Ansprechpartner sein“, sagte Rafter. Im ersten Treffen nach der Wahl wird es zunächst darum gehen, Themen zu finden, um die man sich kümmern will, so die Jugendpflegerin. Erste Befragungen hätten ergeben, dass die Kandidaten Ideen zu Bolz- und Spielplätzen sowie zu Freizeitaktivitäten einbringen wollen. Während der Wahlparty am Sonnabend wird eine „Klagemauer“ aufgebaut, auf der Kinder und Jugendliche aufschreiben können, was ihnen unter den Nägeln brennt.

Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann kündigte die volle Unterstützung der Gemeinde an. „Der Jugendbeirat soll seine eigenen Ideen versuchen zu verwirklichen. Dadurch lernt man auch demokratische Prozesse und Tücken kennen“, sagte er. Die Wahl am Sonnabend biete die Chance, dass die Gemeinde „noch mehr auf die Kinder eingehen“ könne. Der Gemeinderat hatte Ende 2013 beschlossen, den Kinder- und Jugendbeirat zu gründen. Bislang hatte die Politik die Jugendbeauftragten bestimmt, die in Ausschüssen und im Gemeinderat die Jugend vertraten.