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Winsen Mehr mitbestimmen: Jugend wählt Beirat in Winsen
Celler Land Winsen Mehr mitbestimmen: Jugend wählt Beirat in Winsen
18:13 21.01.2014
Von Simon Ziegler
Viel Engagement gibt es unter Winser Jugendlichen, das hat auch der Bau des BMX-Parks in Meißendorf gezeigt. Künftig sollen Kinder und Jugendliche in der Gemeinde mehr Mitspracherecht haben.  Quelle: Anne Friesenborg (Archiv)
Winsen (Aller)

Die Politik ist sich in Winsen einig, dass der Beirat eine gute Idee ist, denn die Entscheidung im Rat fiel Ende 2013 einstimmig aus. Am 18. Februar findet im Rathaus ein Treffen statt, um Vertreter von Vereinen, Schulen und Kirchen miteinzubeziehen und konkret zu besprechen, welche Aufgaben der Beirat haben soll. Am 10. Mai sollen die künftigen Vertreter der Jugend dann im Rahmen einer Wahlparty gewählt werden.

Derzeit wird das Konzept von Gemeindejugendpflegerin Nina Rafter und Britta Hesse, der Leiterin der Mobilen Jugendarbeit, erarbeitet. Bislang hatte die Politik die Jugendbeauftragten bestimmt, die in Ausschüssen und Gemeinderat die Jugend dann vertraten. Jetzt soll die Jugend selbst ihre Vertreter wählen. Wie Kinder und Jugendliche stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden könnten, steht noch nicht fest. Klar ist laut Hesse aber, dass kein Jugendparlament gegründet werden soll.

"Wir wollen in unserer Gemeinde Kindern und Jugendlichen neue Chancen geben, ihre Heimatgemeinde und vor allem ihr Wohn- und Lebensumfeld mitzugestalten", sagte Maximilian Schmidt, Vorsitzender des Winser Sozialausschusses. Seit längerem gebe es dazu eine Arbeitsgruppe, in der Jugendpflege, Präventionsrat, Vereine, Kirche und andere Akteure mitgearbeitet hätten. Zuletzt habe auch der Landesjugendring die Winser beraten. "Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche eben nicht nur formal beteiligt werden, sondern echte Teilhabechancen haben", sagte der SPD-Politiker.

Dass Kinder und Jugendliche in einer Gemeinde stärker mitbestimmen sollen, ist keineswegs neu. Im Jahr 2006 hatte die Gemeinde Wietze ein Jugendparlament initiiert. 11 Mitglieder saßen in dem Gremium, doch nach drei Jahren und der ersten Wahlperiode war Schluss. Wenig konnte in der Zeit umgesetzt werden, die anfängliche Begeisterung war schnell verflogen. In Winsen soll das jetzt besser werden.