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Winsen Mindestens sechs Tiere: Wolfsrudel bei Walle nachgewiesen
Celler Land Winsen Mindestens sechs Tiere: Wolfsrudel bei Walle nachgewiesen
15:00 21.03.2018
Von Christoph Zimmer
Walle

In Niedersachsen sind damit aktuell 15 Wolfsrudel nachgewiesen. Die Landesjägerschaft ist in Niedersachsen mit dem Wolfsmonitoring beauftragt, also dem Zählen, Beobachten und Dokumentieren der Vorkommen.

Im Juli 2017 hatte es erstmals Hinweise gegeben, dass sich in diesem Gebiet ein neues Wolfsrudel aufhält. Ein endgültiger Nachweis konnte zunächst allerdings nicht erbracht werden. Daraufhin wurde das Gebiet von der Landesjägerschaft unter Beobachtung gestellt und das Monitoring intensiviert. Zunächst gelang demnach der genetische Nachweis einer Wolfsfähe (Herkunft Rudel Babben, Brandenburg). Nun, nach Vorliegen weiterer genetischer Untersuchungsergebnisse, wurden außerdem ein Rüde (Herkunft Rudel Göritz Klepzig, Brandenburg) sowie vier zugehörige Welpen – drei Fähen und ein Rüde – nachgewiesen, wie Reding weiter mitteilte.

Offiziell bestätigt waren im Landkreis bisher nur das Berger Rudel, das auf dem Truppenübungsplatz lebt, das Rudel vom Schießplatz des Rüstungsunternehmens Rheinmetall in Unterlüß und das Escheder Rudel. Ein Wolfsrudel besteht durchschnittlich aus etwa fünf bis zehn Tieren.

Die Rückkehr des Wolfes ist seit Wochen das ganz große Thema in Winsen. Nach mehreren Wolfssichtungen in der Gemeinde nahm sich jetzt die Landesregierung der Sache an. Demnach gebe es Signale aus Brüssel, dass die Länder künftig selbst den Wolfsbestand regulieren können. Gesetzeslage sei das aber noch nicht. Auch hierüber wollte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstagabend in Winsen bei der Bürgerveranstaltung "Auf ein Wort“ sprechen.

Nachdem ein Wolf am 28. Januar in Bannetze zwei Kinder angeknurrt hatte und Raubtiere mehrfach vor Kindergärten der Gemeinde gesichtet wurden, fordert Bürgermeister Dirk Oelmann nun Konsequenzen. "Ich gehe davon aus, dass wir in naher Zukunft von Wolfsrudeln umzingelt sein werden. Dadurch steigt auch die Gefahr, dass es vermehrt Wolfssichtungen im Ort und Begegnungen mit Menschen geben wird", sagt Oelmann. "Die Frage muss erlaubt sein, wie die Landesregierung damit umgeht und gegebenenfalls die Population kontrollieren will."

Unterdessen sind in der Nähe von Meppen erstmals zwei Wölfe durch Fotofallenaufnahmen nachgewiesen worden. Ob es sich um ein neues Wolfspaar handele, sei aber noch unklar, sagte Reding. Das Gebiet sei „unter Beobachtung gestellt“ worden. Auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg häuften sich die Hinweise auf ein neues Wolfsvorkommen.

Gleichzeitig stehen Reding zufolge im laufenden Monitoringjahr – 1. Mai 2017 bis 30. April 2018 – für fünf Wolfsrudel (unter anderem das in Eschede) noch Reproduktionsnachweise aus. Sollte aus diesen Rudeln bis zum Abschluss des Monitoringjahres nicht noch Nachwuchs nachgewiesen werden, werde der Status in diesen Gebieten auf „unklar“ herabgestuft. Diese Territorien würden im nächsten Monitoringjahr auch nicht mehr als Rudel geführt.

Die Gesamtzahl der in Niedersachsen lebenden Wölfe geben Experten mit weit über 100 an. Mindestens acht Wölfe wurden allein in diesem Jahr bei Verkehrsunfällen getötet.

„Fortschritte würden eher gemacht, wenn dafür keine Veränderungen vonnöten wären“, meint Autor und Kabarettist Gunnar Schade – und war so auch schon voll in seinem aktuellen Programm „Weisheit ist keine Bräunungsstufe“. Damit stand er am Wochenende im Winser Kulturcafé "nebenan" auf der Bühne und bot einen sarkastischen Rundumschlag in Sachen aktueller gesellschaftlicher und politischer Lage.

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Es ist das große Thema in Winsen: die Rückkehr des Wolfes. Nach mehreren Wolfssichtungen in der Gemeinde nimmt sich jetzt die Landesregierung des Themas an. Am kommenden Dienstag, 20. März, kommt Umweltminister Olaf Lies (SPD) nach Winsen. „Auf ein Wort“ heißt die Veranstaltung, die in der Fleischerei Kleinschmidt an der Poststraße stattfindet.

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