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Winsen Mit den Fingern auf dem Board
Celler Land Winsen Mit den Fingern auf dem Board
17:34 23.02.2014
Beim Fingerboardcontest in Winsen (von links): Niels Hollrieder, Tobias Salge, - Bastian Winnat und Max Rothe. Quelle: Tore Harmening
Winsen (Aller)

Am Wochenende trafen sich Teilnehmer aus ganz Deutschland beim ersten Fingerboardcontest in Winsen. Max Rothe ist in seiner Disziplin so gut, dass er inzwischen sogar die Ausrüstung von einem Hersteller gesponsert bekommt, doch auch andere Winser Jugendliche stehen auf diese Sportart.

So wie Niels Hollrieder und Bastian Winntag. Der 14- und der 16-Jährige sind beide schon seit zwei beziehungsweise drei Jahren dabei und leiten in der Oberschule Winsen (OBS) sogar eine AG. „Wir machen das einmal die Woche und sind mit zwölf Leuten voll”, sagt Bastian. Aus Sicht von Niels gibt es zwar nur wenige, die ihre Sportart betreiben, aber „die, die das machen, sind meist ziemlich intensiv dabei.”

Was fasziniert daran? „Für Skateboardfahren brauchst du immer erst das richtige Wetter und dieses Trainingsgerät kann man einfach in die Tasche stecken und überall mit hinnehmen”, sagt Max. Er weiß, wovon er redet, denn er ist selber auch Skateboarder.

Trainieren muss man beim Fingerboarding offenbar genauso viel, um im Parcours zu bestehen. Niels macht das zum Beispiel eine Stunde täglich. Die Fingerboarder müssen dabei zudem ein bisschen in die Ausrüstung investieren. „Ein Board geht bei 20 Euro los, man kann aber auch 140 Euro ausgeben”, sagt Bastian. Dazu kommen die Geräte. Ein Parcours, wie er beim Contest in Winsen verwendet wurde, kostet mal eben 1600 Euro. „Die Jungs haben sich den mit verschiedenen Aktionen erarbeitet”, sagt Britta Hesse von der mobilen Jugendpflege in Winsen. Sie hat das Turnier mit Jörg Liebert von der OBS organisiert. Die Oberschule hat inzwischen einen eigenen Parcours.

Sie greift damit einen Trend auf und derzeit werden weitere Übungsmöglichkeiten geschaffen. So ist Hesses Mitarbeiter Jörg Liebert gerade dabei, zwei Fingerboard-Parcours aus Beton zu bauen. Der eine wird im BMX-Park in Meißendorf, der andere an der OBS gebaut.

Momentan ist es noch eine Randsportart, aber „in Asien zieht das gerade ziemlich an”, sagt Max Rothe. So gibt es nach seinen Worten Videos auf Youtube, die eine Million mal geklickt wurden. Die Contests finden meist im Internet statt, mit Videos, die gedreht werden. „Das hier ist eine ganz andere Herausforderung, denn man hat Zeitdruck und muss viel zeigen.” Aber gut finden das alle, denn so lernen sich die Sportler auch mal kennen und können sich austauschen über ihre Tricks.

Tore Harmening

Von Tore Harmening