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Winsen Neuer Kreisel in Winsen geplant
Celler Land Winsen Neuer Kreisel in Winsen geplant
16:47 26.09.2016
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Damit ist noch nicht entschieden, ob der Kreisel eines Tages tatsächlich gebaut wird. Allerdings ist es deutlich wahrscheinlicher geworden, dass der Rundverkehr angelegt wird – zumal sich Verwaltung und Politik weitgehend einig sind.

Indes muss die Gemeinde beim Bau des Kreisels vermutlich tief in die Tasche greifen. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von bis zu einer halben Million Euro aus, weil auch noch Grunderwerb zu finanzieren ist, wie Winsens Bauamtsleiterin Anke Schumann der CZ sagte. Die reinen Baukosten könnten – Stand heute – bei 420.000 Euro liegen.

Die Verwaltung will jetzt abklopfen, ob Fördertöpfe für den Bau des Kreisels angezapft werden können. Als Fördermittel kommen möglicherweise EU-Gelder sowie eine Unterstützung des Landkreises infrage. Das Land Niedersachsen wird sich nicht beteiligen, obwohl es sich um eine Landesstraße handelt.

Die Planung sieht einen Kreisel mit vier Armen vor. Neben den Ausfahrten Richtung Bannetze und Winsen sollen über den Rundverkehr das Gewerbegebiet Taube Bünte und der neue Sportpark angeschlossen werden. Von letzterer Ausfahrt soll das Winser Schwimmbad angesteuert werden. Auch der Busverkehr zur Oberschule könnte dann über den Rundverkehr geführt werden. Doch bis es so weit ist, werden wohl noch Jahre vergehen. Schumann schätzt, dass der Kreisel irgendwann in den Jahren 2019, 2020 oder 2021 gebaut wird.

„Wir sind froh über den Grundsatzbeschluss, weil wir den Kreisel für sinnvoll halten und jetzt weiter planen können“, sagte die Bauamtschefin. Zudem spielt die Sicherheit bei den Überlegungen eine große Rolle. Eine Verkehrszählung hatte gezeigt, dass viele Fahrzeuge die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 70 nicht einhalten. Dazu kommt, dass in absehbarer Zeit der A7-Anschluss bei der Raststätte Allertal gebaut werden soll. Dann würde noch mehr Verkehr über die Bannetzer Straße nach Winsen rollen.

Ein großer Dissens in der Winser Politik ist beim Kreisel nicht zu erwarten. „Wenn ich mir überlege, wie viele Schulbusse dort fahren, dann ist es absolut unmöglich, das ohne Kreisel zu machen“, sagte SPD-Fraktionschefin Ina Boy. Es gehe um viel Geld, aber auch „um viele Kinder und viel Sicherheit“. Der Bauausschuss-Vorsitzende Christian Peters (CDU) sieht das ähnlich: „Wir sind für den Kreisel – für mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss.“