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Winsen "Nicht leicht gefallen": Winser Pastor geht nach 30 Jahren
Celler Land Winsen "Nicht leicht gefallen": Winser Pastor geht nach 30 Jahren
15:59 30.09.2016
Von Simon Ziegler
"Abschied von vielen Menschen": Matthias Riemann wechselt von Winsen nach Hannover. Quelle: Michael Schäfer
Winsen (Aller)

Nach drei Jahrzehnten als Pastor in der Westkreis-Gemeinde fällt dem 59-Jährigen der Abschied schwer. "Es ist ein Abschied von vielen Menschen, die ich kennengelernt und begleitet habe. Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen. Die Zeit hat Spuren hinterlassen", sagte der Vater von drei Kindern. Gottesdienste, Friedensandachten, Jugendarbeit, Renovierungen, Familienfreizeiten, Beerdigungen, Taufen und Trauungen – die Liste seines Wirkens ist lang. In den vergangenen Jahren war die Arbeit im "Café nebenan" ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Riemann hatte das Café als Ort offener Begegnungen im Jahr 2005 mitgegründet. Genau so versteht Matthias Riemann die Rolle der Kirche. Das Gotteshaus sei ein offener Raum, in dem ganz unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Jetzt freut sich Riemann auf eine "interessante Tätigkeit" in Hannover, wie er sagt.

Gegenwärtig ist von den drei Pastorenstellen der Winser Kirchengemeinde nur eine besetzt. Während es Matthias Riemann jetzt nach Hannover zieht, hat seine frühere Kollegin Christine Schröder Winsen ebenfalls den Rücken gekehrt. Auch sie verlagerte ihren Lebensmittelpunkt in die Landeshauptstadt. Derzeit ist somit nur noch Mirco Kühne in Amt und Würden.

Doch Winsen braucht drei Pastoren, stellte Cordula Hasenkamp-Meinheit, Vorsitzende des Kirchenvorstands klar. Winsen sei mit 6900 Mitgliedern die größte Gemeinde im Kirchenkreis Celle. Die Riemann-Stelle werde ausgeschrieben, zudem hofft die Kirchengemeinde, dass die Landeskirche Winsen einen Pastor auf Probe zuweist. Im Moment fungiere Arthur Wecker aus Celle als Vertretungspastor. Außerdem hat das Pastorenpaar Überrück aus Wietze ausgeholfen.