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Winsen Oldtimertreffen in Winsen gut besucht
Celler Land Winsen Oldtimertreffen in Winsen gut besucht
17:49 25.09.2016
Der Winser Roger Kügler checkt die Verteilerkappe seines handgefertigten Panther Lima MKI. Quelle: Lothar H. Bluhm
Winsen (Aller)

„Es sind rund 400 Fahrzeuge, vom Auto bis zum Motorrad oder Motorroller“, fasste Felicitas Bergner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Winser Heimatverein, die schon achte Oldtimerschau zusammen. Es sei gelungen, in sehr guter Kooperation mit Auto-Teile Thimm, dem Motorsportclub und der Tourismus-Info die Veranstaltung anzubieten. „Bei diesem Wetter sind das beste Bedingungen“, freute sich die Museumsexpertin über die zahlreichen Besucher. Autokennzeichen aus Soltau, Rotenburg/Wümme, Hannover, Gifhorn, Schaumburg, Hamburg und Celle sprachen Bände, denn zwischen den historischen Fachwerkgebäuden, unter Kiefern und auf dem Gelände des Kreisaltenheimes ließen es sich die Besucher gutgehen.

So kamen viele Fachgespräche zustande. Ob über das knallrote Goggomobil von 1965, den blauen Mercedes 220 S Ponton mit Schiebedach oder über den in nur 600 Exemplaren von Vauxhall in England handgefertigten Panther Lima MK I mit 130 PS. – Gesprächsanlass gab es genug. Roger Kügler aus Winsen war stolz darauf, seinen Traumwagen zeigen zu können, denn schon als Achtjähriger wollte er dieses Auto haben – seit sechs Jahren hat er es. In Originallackierung mit Speichenrädern stand es neben dem Renault 4 CV Luxe mit Stahlschiebedach, dem „Cremeschnittchen“ von 1956 mit 21 PS.

Peter Starke aus Hambühren ist auf sein blaues „Kommissbrot“, einen Hanomag 2/10 von 1927 stolz und lässt seine Enkeltöchter Mara und Hanna gern Platz nehmen: „Den hab ich in zwei Jahren total auseinander und wieder zusammengebaut.“

Spucke sei die beste Politur, meinte ein Autobesitzer und geht derweil mit dem Ärmel über die blitzenden Chromteile. „Die Schwalbe hat mein Onkel selbst gebaut, der war Kunstschmied und hat mir die Kühlerfigur für den Aero geschenkt“, sagte der Nachbar aus dem Kreis Gifhorn. Aus Spaß an der Freude treffe man sich hier regelmäßig.

Aber auch, um viele Mäuler zu stopfen, wie Hille Pfannenschmidt vom Winser Heimatverein sagte, als sie schwere Eimer mit Kartoffelsalat vor die Scheune trug. Hier waren auch Hans Albers und sein Sohn, die gemeinsam in die Gitarrensaiten griffen. Ob mit McCartney- oder Udo-Lindenberg-Melodien sorgten beide für angenehme Atmosphäre zwischen Gartenanlage, Applhoff, Bauernhäusern, Ställen, Scheunen und Treppenspeicher. Die Flößer vom Heimatverein übernahmen die Versorgung der Gäste mit Bratwurst und Steaks.

Von Lothar H. Bluhm