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Winsen Politischer Rundumschlag bei Jahresempfang der Kreis-SPD in Winsen
Celler Land Winsen Politischer Rundumschlag bei Jahresempfang der Kreis-SPD in Winsen
17:45 11.03.2018
Von Carsten Richter
Dirk Oelmann, Gabriele Andretta, Maximilian Schmidt und Kirsten Lühmann (von links) begrüßten knapp 100 Gäste im Jann Hinsch Hof. Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

Als Gast hatte der Kreisvorsitzende Maximilian Schmidt die neue Landtagspräsidentin Gabriele Andretta eingeladen. Die Abgeordnete aus Göttingen widmete sich vor knapp 100 Gästen vor allem den Problemen der Gegenwart. "Der Anteil der Frauen im Niedersächsischen Landtag liegt bei unter 30 Prozent. Das ist bitter, weil wir dieses Jahr 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland feiern", sagte Andretta. Es sei immer noch ein langer Weg zur Gleichberechtigung. "Es gilt, die Fortschritte, die wir erreicht haben, zu verteidigen."

Die Hetze gegen Flüchtlinge und Politiker, die sich für sie engagieren, aber auch die Angst vor sozialem Abstieg sind ernst zu nehmen. "Wir müssen eine Antwort auf die gesellschaftliche Spaltung finden. Das ist eine zentrale Aufgabe auch der SPD", so Andretta. Die Lösung sei, soziale Sicherheit zu schaffen. Dazu gehöre eine Pflegestruktur, die es ermögliche, selbstbestimmt zu altern, und die Integration von Flüchtlingen.

Die Aufgaben der Sozialdemokratie fingen bereits vor Ort an, sagte Schmidt, und nannte als positives Beispiel das Modell der Bürgerdialoge. "Soziale Demokratie bedeutet, dass alle über das soziale Wohl bestimmen." Das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft gelte es einzulösen. Nur dadurch schaffe man Identifikation mit der Politik. Über Gleichberechtigung dürfe nicht nur einmal im Jahr am Weltfrauentag geredet werden. Dem Vorstoß der Gleichstellungsbeauftragten im Bundesfamilienministerium, den Text der Nationalhymne zu modernisieren, erteilte Schmidt dagegen eine klare Absage. "Erst müssen wir die ernsthaften Dinge angehen und materielle und rechtliche Gleichberechtigung erkämpfen."

Die Celler Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann freute sich über die erfolgreiche Regierungsbildung im Bund. Für die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung bat sie die Genossen an der Basis um Unterstützung. "Wir müssen die Politik wieder an die Menschen bringen."

Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann sprach anstehende Projekte wie den Bau einer weiteren Kita und des Sportparks an, zu dem morgen der erste Spatenstich stattfindet. Neben den Investitionen für junge Familien dürfe aber auch die ältere Generation nicht vergessen werden. "Die Menschen, die älter als 60 sind, machen ein Drittel der Bevölkerung Winsens aus", erinnerte Oelmann. Jung und Alt, Frau und Mann: Wenn es also doch ein Thema gab, das beim Jahresempfang der Kreis-SPD dominierte, dann war es wohl die Gleichberechtigung.

Anfang März haben im Winser Rathaus umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen. Im Erdgeschoss werden die Sanitäranlagen, Elektrik, Decken, Wände, Böden, Beleuchtung und die Eingangstür erneuert. „Alles wird viel offener und transparenter“, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann auf CZ-Nachfrage. Die Sanierung wird etwa 270.000 Euro kosten. Die Arbeiten sollen im August beendet sein.

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Sechs Winser Bürger haben in dieser Woche im Dorfgemeinschaftshaus von Thören die „Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer“ gegründet. „Der Wolf hat seine Daseinsberechtigung. Wir fordern keine Ausrottung. Wir wollen aber, dass der Wolf aus den Dörfern rausbleibt“, beschreibt BI-Mitgründerin Anne Friesenborg das wichtigste Ziel der neuen Bürgerinitiative.

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Der Winser Bauausschuss hat am Donnerstag den Weg für zwei Bauprojekte geebnet. Das Gremium sprach sich mit knapper Mehrheit für die Änderung des Flächennutzungsplans im Zusammenhang mit dem Südwinser Baugebiet „An der Trift“ aus. Der Ausschuss votierte – ebenfalls mit knapper Mehrheit – zudem für den Vorentwurf zum Bebauungsplan „Einzelhandel Poststraße“. Dahinter verbirgt sich die geplante Ansiedlung des Aldi-Marktes auf dem Areal der ehemaligen Hauptschule.

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