Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Winsen Rettung für Bannetzer Schleusenhaus?
Celler Land Winsen Rettung für Bannetzer Schleusenhaus?
05:50 17.02.2018
Für das Bannetzer Schleusenhaus soll es einen Kaufinteressenten geben. Quelle: Anne Friesenborg
Bannetze

Die Winser Heimatpfleger sind seit mehr als sieben Jahren besorgt, dass das ehemalige Dienstgebäude, das seit mehr als 100 Jahren an der Bannetzer Schleuse steht, abgerissen werden könnte. Leichtes Aufatmen zeichnete sich ab, als nach der öffentlichen Ausschreibung der Bima die Gemeinde Winsen ein Kaufangebot abgab und sich die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (SPD) immer wieder vermittelnd für den Erhalt des Fachwerkhauses einsetzte. Nach dem Nein des Winser Gemeinderates zum Erwerb des Gebäudes hat aber im Dezember das Zittern bei den Heimatpflegern wieder zugenommen.

Dabei gibt es bereits Pläne, das historische Gebäude zu retten, um eine Nutzung unter dem großen Thema Wasser – Energie – Natur zu realisieren. Denn die im Bau befindliche Wasserkraftforschungsanlage auf der anderen Seite der Allerinsel werde voraussichtlich viele interessierte Besucher anziehen.

Bis zum 10. Juni 2016 konnten Angebote für den Kauf des Hauses abgegeben werden. Nach Informationen der Heimatpfleger wurde neben dem Angebot der Gemeinde mindestens eine weitere Kaufabsicht signalisiert. „Sofern die Bima eine Immobilie auf dem allgemeinen Grundstücksmarkt zum Verkauf anbietet, schließt sie grundsätzlich keine potenziellen Käufer aus“, versichert nun Grützner.

Gemeinde-Bürgermeister Dirk Oelmann stellt fest: „Wenn ein Dritter das Gebäude nutzen will, muss vorher ein Bebauungsplan aufgestellt werden, für den der Nutzer auch ohne Gewähr, dass dieser positiv beschieden wird, die vollen Kosten tragen muss.“ Oelmann sagt aber auch Hilfe zu: „Wenn ein Interessent ein ähnliches wie unser Energieprojekt mit Wietze oder auch ein anderes interessantes Projekt an dieser Stelle umsetzen will, dann darf er auf Unterstützung durch unsere Wirtschaftsförderung hoffen.“

Von Lothar H. Bluhm

Zuletzt hatten die Wolfssichtungen mitten im Ort zugenommen. Im Dezember fotografierte eine Winserin einen Wolf an der Kindertagesstätte Allerstraße. Mitte Januar machte ein Foto aus Südwinsen im Internet die Runde. Es zeigte einen Wolf an der Bahnhofstraße, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zu einer Kita. Der jüngste Vorfall – und zugleich das Geschehen, das für viele Bürger das Fass endgültig zum Übergelaufen gebracht hat – ereignete sich Ende Januar in Bannetze. Dort knurrte ein Wolf zwei Kinder an.

-

Simon Ziegler 17.02.2018

Die Ankündigung des Winser Bürgerbusvereins, einen Flüchtling fahren zu lassen, hat ein Nachspiel. Mohammed Al Hamdani aus dem Irak hat den deutschen Führerschein erst im Juli 2017 gemacht, hieß es im CZ-Artikel vom Mittwoch. Um einen Bürgerbus zu fahren, muss man aber mindestens zwei Jahre einen Führerschein haben. „Das wusste ich nicht“, sagte Julius Krizsan vom Winser Bürgerbus-Verein. Er kündigte an, den 31-jährigen Fahrer aus dem Team der Busfahrer wieder herauszunehmen.

-

Simon Ziegler 16.02.2018

Der Winser Bürgerbusverein hat einen neuen Fahrer: Mohammed Al Hamdani. Anfang Februar saß er das erste Mal hinter dem Steuer des rotweißen Kleinbusses, um Fahrgäste aus den Winser Außendörfern in den Kernort und zurück zu fahren. Es ist das erste Mal in der über 13-jährigen Geschichte des Winser Bürgerbusses, dass ein Migrant am Steuer sitzt. Vereinsgründer Julius Krizsan glaubt, dass Mohammed Al Hamdani im gesamten Landkreis Celle der einzige Flüchtling ist, der einen Bürgerbus fährt.

-

Simon Ziegler 14.02.2018