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Winsen Ritterturnier bleibt in Winsen
Celler Land Winsen Ritterturnier bleibt in Winsen
19:07 30.09.2016
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Das Gremium beauftragte wie in den Vorjahren die Wirtschaftsbetriebe Allertal mit der Durchführung der Großveranstaltung. Somit wird das Turnier am letzten Mai-Wochenende auf dem Schützenplatz ausgetragen.

Die Entscheidung im Gemeinderat fiel mit zwölf zu neun Stimmen knapp aus. SPD und CDW stimmten für die Austragung der Meisterschaft; CDU, UWG und Grüne votierten dagegen. Insgesamt zehn Ratsmitglieder aller Couleur fehlten bei der Abstimmung. Somit stand es durchaus im Raum, dass sich eine Mehrheit gegen die Spiele hätte finden können. Anders gesagt: Wären CDU und UWG am Donnerstag komplett gewesen, würde die Meisterschaft im kommenden Jahr in Winsen nicht stattfinden.

In der Debatte betonte Christian Peters, dass die CDU nichts gegen die Veranstaltung habe. Es sei aber nicht richtig, dass die Gemeinde alleine das finanzielle Risiko trage. „Völlig unverständlich ist es, dass nicht der neue Rat über die Ritterspiele abstimmt“, kritisierte Peters. Schließlich handele es sich um ein Ereignis, das 2017 stattfinde.

Die CDU war eingangs der Sitzung am Donnerstag mit dem Antrag gescheitert, die Abstimmung über das Ritterturnier von der Tagesordnung zu nehmen und zu vertagen. Der Ratsvorsitzende Wolfgang Hoffmann (SPD) erklärte den Zeitpunkt der Abstimmung damit, dass die Großveranstaltung viel Vorlauf brauche. Auch in der Vergangenheit war frühzeitig abgestimmt worden, ob im Folgejahr die Veranstaltung durchgeführt werden soll.

Kritik kam ebenfalls von der UWG. „Wir sagen, das finanzielle Risiko muss von der Gemeinde weg“, sagte Annette Ahrens. Dagegen erklärte SPD-Fraktionschefin Ina Boy, warum ihre Fraktion für die Spiele ist. „Städte wie Celle organisieren Großveranstaltungen wie das Stadtfest, weil sie vom touristischen Nutzen überzeugt sind. Es wäre schön, wenn das Winsen auch machen könnte.“

Schließlich monierte Wiltrud Schumann (CDU), dass den Ratsmitgliedern keine Informationen zum Finanzplan der Veranstaltung vorgelegt worden seien. Bürgermeister Dirk Oelmann wies den Vorwurf zurück. Alle Informationen seien den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses bekannt gewesen.