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Winsen Scheunenrevue im Proben-Endspurt
Celler Land Winsen Scheunenrevue im Proben-Endspurt
16:23 22.05.2018
Von Jürgen Poestges
Probenabend der Winser Scheunenrevue für „Charlies Tante“ auf dem Gut Holtau: In einer kurzen Probenpause stehen die Darsteller einmal gemeinsam auf der Bühne. Kleines Foto: Regisseurin Partricia Schömburg gibt Anweisungen. Quelle: Oliver Knoblich (2)
Winsen (Aller)

Jetzt hat die heiße Proben-Phase begonnen. „Am Anfang treffen wir uns nur einmal in der Woche“, sagt Regisseurin Patricia Schömburg. „Aber jetzt, so rund einen Monat vor der Premiere, können es auch schon einmal drei Abende in der Woche sein.“ Das bedeutet insgesamt rund 100 Stunden, die sich die Schauspieler „ans Bein binden“.

15 Akteure stehen auf der Bühne, dazu kommen fünf Musiker und 14 Chorsänger. Zusammen mit den Technikern und der Souffleuse sind 40 Personen an den drei Abenden der Aufführung im Einsatz. Ganz wichtig ist der „Chefin“ Schömburg dabei, dass auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt. Neu im Team ist Mara Wenzel, sie kommt ebenso wie Franziska Walter zu jeder Probe aus Lüneburg. Mit 75 Jahren ist Werner Ostermann der älteste Aktive auf der Bühne, Moritz Knop ist mit 24 Jahren der Jüngste.

Das Bühnenbild haben die Mitglieder der Scheunenrevue auch bei diesem fünften Stück wieder in Eigenregie gebaut. Und Schömburg bearbeitete schon im Vorfeld gemeinsam mit Andrea Tanke das Textbuch. „Wir schauen uns an, welche Typen im Stück auftauchen“, sagt Schömburg. „Und wir versuchen immer, den besten Schauspieler für die entsprechende Rolle zu finden. Mir ist es am liebsten, wenn jeder einen Teil seiner eigenen Persönlichkeit einbringen kann.“

„Charleys Tante“ sei das anspruchsvollste Stück, das die Scheunenrevueler bisher gespielt haben, meint Kott. „Das Stück ist sehr textlastig. Es sind viele Wortspiele dabei. Da ist das Lernen nicht ganz so einfach.“ Er selbst verzieht sich mit einem Diktaphon in den Wald. „Dort spreche ich mir meinen Text laut vor, kann mir über das Gerät auch den Text der anderen anhören und weiß, wann meine Stichworte kommen.“

Aktuell wird auf der Bühne in der Scheune am Gut Holtau die Szene geprobt, in der die vermeintliche Tante von Charley Wykeham zum ersten Mal als Anstandsdame auftaucht. Charley und sein Freund Jack Chesney empfangen nämlich die jungen Damen Amy Spettigue und Kitty Verdun in ihren Räumen. Und da muss eben eine „Aufpasserin“ dabei sein, damit die Frauen nicht um ihre Ehre fürchten müssen. Bis zu acht Personen sind in dieser Szene dabei. Immer wieder schießt Schömburg aus ihrem Sessel nach vorne an den Bühnenrand. „Du musst dich weiter nach rechts stellen, sonst verdeckst du die zwei hinter dir völlig.“ Oder: „Nein, nicht mit der Weinflasche und den Gläsern über die Bühne laufen, den Wein schenkst du vorher am Schrank schon ein“, sind die Hinweise für ihr Ensemble. Es holpert noch an der ein oder anderen Stelle. „Aber bis zur ersten Vorstellung haben wir alles im Griff“, sagt die Regisseurin.

Welche Songs gespielt und gesungen werden, wollen die Verantwortlichen nicht verraten. Nur zwei Titel benennen sie: „Schuld war nur der Bossa Nova“ und „Aquarela do brazil“ sind auf jeden Fall dabei.

Die erste Vorstellung ist am 15. Juni. Zu dieser und den zwei weiteren Vorstellungen werden bis zu 200 Besucher in der Scheune erwartet. Und das ist dann auch die schönste Belohnung für die Schauspieler und die Helfer im Hintergrund. „Der Applaus ist halt das Brot des Künstlers“, sagt Kott lachend.

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