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Winsen So will Aldi im Zentrum bauen
Celler Land Winsen So will Aldi im Zentrum bauen
13:32 07.12.2018
Von Andreas Babel
Der Plan zeigt eine Zufahrt (links) von der Poststraße aus und eine Zu- und Abfahrt  zur Alten Celler Heerstraße. Links oben in der Karte ist die Kreuzung mit der Meißendorfer Straße zu erahnen. Quelle: mueller
Winsen

Jede Menge Papier hatten die Politiker der Gemeinde Winsen in den vergangenen Tagen zu wälzen: 63 Seiten stark ist der Bebauungsplan für den Aldi-Neubau an der Poststraße in Winsen, auf 57 Seiten kommt ein entsprechendes Einzelhandelsgutachten, 19 Seiten umfasst die verkehrstechnische Untersuchung und 26 Seiten befassen sich mit einem schalltechnischen Gutachten. Das macht summa summarum 165 Seiten mit zum Teil technischem Fachchinesisch, die nun den Weg für den Bau eines neuen Aldi-Marktes im Herzen von Winsen bereiten sollen.

Verkaufsfläche soll wachsen von 800 auf 1267 Quadratmeter

Im Kern sieht der Plan vor, dass der Discounter Aldi einen zunächst 1267 Quadratmeter großen Markt an der Alten Celler Heerstraße, Ecke Poststraße hochziehen wird. Damit wird der neue Markt um 467 Quadratmeter größer als der bestehende, wenige Dutzend Meter entfernte an der Meißendorfer Straße. Der Markt soll um weitere 200 Quadratmeter Verkaufsfläche in Richtung des Haesler-Gebäudes vergrößerbar sein. Hier wird Platz für eine mögliche Erweiterung vorgehalten. Er werde immer wieder gefragt, so Bürgermeister Dirk Oelmann (SPD), warum Aldi neu bauen müsse. Baurechtlich dürfe Aldi sich am jetzigen Standort nicht erweitern, so der Verwaltungschef. Und die Märkte werden eben immer größer.

Parkplätze und Ein- und Ausfahrten

Es sind 80 Parkplätze rund um den Aldi-Markt vorgesehen, von denen sich einige unter den mächtigen Eichen befinden werden, die rund um das Ehrenmal erhalten werden sollen. Südlich davon ist eine Zufahrt zu dem Parkplatz von der Poststraße aus vorgesehen. Die einzige Abfahrt befindet sich an der Celler Heerstraße. Hier ist auch die zweite Einfahrt vorgesehen.

Kreuzung soll Verkehrsaufkommen bewältigen können

Das Verkehrsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Straßenkreuzung das prognostizierte Verkehrsaufkommen „noch mit einer ausreichenden Leistungsfähigkeit aufnehmen kann“. Die Bedarfsampel an der Poststraße wird den Verkehrsstrom so unterbrechen, dass die Fahrzeuge von Meißendorfer und Alter Celler Heerstraße die Kreuzung problemlos werden kreuzen können, meinen die Planer, die auch das Verkehrsaufkommen gezählt haben.

Naturschutz wird groß geschrieben

Die Bäume, die sich auf dem einstigen Pausenhof der Schule befinden, werden allesamt gefällt. Für Mehlschwalben, die auf dem Gelände nisten, sollen künstliche Nisthilfen auf dem Gelände vorgesehen werden. Nördlich von Bannetze ist eine fast 7000 Quadratmeter große Fläche vorhanden, die als Ausgleichsfläche vorgesehen wird und auf der die Ökobilanz ausgeglichen werden soll – so gut es eben geht. Auf dem Parkplatz wird ein großer, rund 10.000 Euro teurer Laubbaum gepflanzt. „Hier wird sehr auf Ökologie geachtet werden. So gibt es eine Solaranlage und eine CO2-Integralanlage, bei der die Abwärme der Kühlanlage für die Raumheizung genutzt wird“, zeigte sich Oelmann begeistert.

Turnhallenbetrieb läuft bis zu den Osterferien

Als nächster Schritt werden die Baupläne öffentlich ausgelegt. Dabei bittet man Behörden und die sogenannten „Träger öffentlicher Belange“ wie Umweltverbände und Energieversorger und dergleichen um Stellungnahmen. Daran anschließend müsste sich die Winser Ratspolitik wieder mit dem Satzungsbeschluss beschäftigen. Erst dann könnte der Bau starten. Bis zu den Osterferien ist der Betrieb in der Turnhalle gesichert, dann könnte im Mai Baubeginn sein. Oelmann rechnet damit, dass der neue Aldi im Spätherbst 2019 in Betrieb gehen wird.

Eine ganz wichtige Personalie hat der Winser Gemeinderat beschlossen: Warum Dirk Burghardi aber erst Mitte 2019 beginnt, ist leicht erklärt.

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