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Winsen Südwinser Familie fühlt sich vom Jobcenter im Stich gelassen
Celler Land Winsen Südwinser Familie fühlt sich vom Jobcenter im Stich gelassen
17:13 04.04.2018
Für das Jobcenter ist die Wohnung zu groß: Familie Bühren muss einen Teil der Miete vom Kindergeld zahlen. Quelle: Kirsten Glatzer
Südwinsen

SÜDWINSEN. Und dann kam im Juni 2017 die Kündigung des Hauses. Der Fünf-Jahres-Mietvertrag lief zwar bis zum 1. März 2019, doch das Haus wechselte zwischenzeitlich den Besitzer. Bührens machten sich gleich auf die Suche. Sie wussten, es würde schwer sein, barrierefreien, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Es gab auch ein paar Besichtigungstermine, doch denen folgten stets Absagen.

Dann erfuhren sie, dass zwei Straßen entfernt ein Bungalow zu vermieten war. Es gab viele Bewerber, doch wegen der besonderen Umstände entschied sich der Vermieter für Familie Bühren. Damit waren deren Probleme aber nicht gelöst. Das Jobcenter lehnte die Übernahme der Umzugs- und Kautionskosten ab, da das Objekt mit 120 Quadratmeter und 930 Euro Bruttokaltmiete überdimensioniert sei. Angemessen seien 85 Quadratmeter und 573 Euro. Die Quadratmeterzahl wurde ihm Nachhinein wegen der Behinderung der Kinder auf 105 erhöht und der Vermieter reduzierte seine Forderung auf 763 Euro, doch das Jobcenter lehnte die Kostenübernahme weiterhin ab – auch da der neue Mietvertrag auf drei Jahre befristet sei und Bührens gegen die Kündigung gerichtlich hätten vorgehen müssen. Am Ende des Schreibens hieß es: „Sie können auch ohne Zusicherung umziehen. Ich weise darauf hin, dass in diesem Falle nur die Kosten der Unterkunft bis zur Angemessenheitsgrenze übernommen werden. Weiterhin würden keine Leistungen wie ein Darlehen für eine Mietkaution oder Umzugskosten erbracht werden.“

Inzwischen ist die Familie umgezogen und zahlt die Mehrkosten vom Kindergeld. Das Geld für Umzug und Mietkaution hat Gloria Bührens Mutter vorgestreckt. Und Gloria Bühren sagt: „Ich habe keine Kraft mehr. Seit einem Jahr kämpfen wir für einen neuen Rollstuhl für unsere Tochter, weil sie aus dem alten rausgewachsen ist, seit drei Jahren für einen Lifter, den sie für die Schule bräuchte. Dann noch der Ärger mit dem Jobcenter. Ich dachte schon daran, Lea-Jolie in ein Pflegeheim zu geben, um ihr besser gerecht werden zu können.“ Aber das kommt für Ehemann Andreas nicht infrage – und auch für den Rest der Familie wäre eine Trennung dramatisch.

Von Kirsten Glatzer

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