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Winsen Umzug steht bevor: Jugend trifft sich im Container
Celler Land Winsen Umzug steht bevor: Jugend trifft sich im Container
13:33 16.01.2014
Von Simon Ziegler
Provisorische Lösung: Die Jugendpfleger Wolfgang Jennert und Nina Rafter bereiten den Neustart des Jugendtreffs im Container vor. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Es habe organisatorische Schwierigkeiten gegeben, sagt Gemeindejugendpfleger Wolfgang Jennert. So mussten "etliche Kubikmeter" Möbel, Bänke, Regale und Deko-Artikel aus dem alten Jugendtreff in Südwinsen, der seit 1994 als Domizil diente, entsorgt werden. Und auch am neuen Standort an der Hauptschule war viel zu tun: Es gab kein Internet, kein Telefon und keine Küche. Bis zum Start in drei Wochen soll alles fertig sein.

In dem Container gibt es zwei Räume. Einer wird für Material und als Büro genutzt, der andere dient auf 65 Quadratmetern als Küche, Internet- und Billardraum. "Es gibt Jugendtreffs, die kleiner sind. Wir machen das Beste draus", sagt Jennert.

Klar ist aber, dass aufgrund der Einschränkungen das bisherige Angebot nicht aufrecht erhalten werden kann. 50 Ferienpassaktionen wird die Jugendpflege nicht mehr auf die Beine stellen können.

Wegen des Umzugs wurde der Betrieb am alten Standort, wo für die Kita neue Krippenplätze entstehen, "runtergefahren", wie es heißt. Seit Dezember ist der Jugendtreff komplett geschlossen.

Dass die allseits geschätzte Arbeit der Jugendpflege um Jennert und seine Kollegin Nina Rafter für zwei Jahre in beengten Verhältnissen auskommen muss, hatte kritische Worte des Winser Präventionsrates nach sich gezogen. Bürgermeister Dirk Oelmann hatte die Kritik als "nicht gerechtfertigt" bezeichnet. "Der Präventionsrat bedauert die Unterbrechung der Arbeit im Jugendzentrum aufgrund der langen Umzugsphase und hofft auf einen pünktlichen Neubeginn am neuen Standort Anfang Februar", sagte jetzt die Sprecherin des Gremiums, Karin Quader, der CZ.

Wo die Winser Jugend langfristig untergebracht werden soll, ist noch nicht entschieden worden. Der Container soll zwei Jahre genutzt werden. Diese Frage werde in der kommenden Sitzung des Sozialausschusses erneut behandelt, kündigte der Ausschussvorsitzende Maximilian Schmidt an.