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Winsen Viel Arbeit durch Schulfusion
Celler Land Winsen Viel Arbeit durch Schulfusion
15:07 03.02.2012
Die Kinder aus den Winser Ortsteilen bleiben vorerst weiterhin in der Grundschul-Zweigstelle am Gildesweg - Quelle: Lothar H. Bluhm
Winsen (Aller)

Sie sieht eine Menge Arbeit auf alle zukommen: Schulvorstand und andere Gremien müssen gebildet, der Stundenplan angepasst sowie ein Leitbild für die neue Schule entwickelt werden. Laube: „Ich empfinde den Übergang als unspektakulär, weil sich zum jetzigen Zeitpunkt fast nichts ändert. Alle Kinder bleiben in gewohnter Umgebung in ihrer Schule bei ihren Lehrern und in ihren Gebäuden. Das ist gut so.“

Hauptsitz der neuen Grundschule ist zunächst am Amtshof, eine Zweigstelle befindet sich am Gildesweg, die Türschilder müssen noch ausgewechselt werden. Bürgermeister Dirk Oelmann geht davon aus, dass die neue Schule bis 2015 auf eine Vierzügigkeit hinsteuert. „Da ist es eine Frage der Wirtschaftlichkeit, zwei Schulgebäude zu unterhalten.“ Insofern sei die nun gefundene Variante eine Zwischenlösung, „für etwa zwei Jahre.“ Bis 2014 wird an einer langfristigen Lösung gearbeitet – mit Bauarbeiten und damit vorhandenen Beeinträchtigungen für den laufenden Unterricht, denn die Gemeinde favorisiert den Umzug der gesamten Grundschule an den Gildesweg. Die dortige Schule startete 1996 mit 280 Schülern aus den Ortsteilen Thören, Bannetze, Walle, Meißendorf, Wolthausen und Stedden, zuletzt waren 150 Schüler auf acht Klassen verteilt.

Die Gemeinde hat bereits die Schuleinzugsbereiche geändert: „Es werden für den Zeitraum des Bestehens der Außenstelle am Gildesweg auslaufend noch die getrennten Schulbezirke für die bereits vorhandenen Schuljahrgänge beibehalten“, heißt es in der Satzung. Die jahrgangsübergreifende Eingangsstufe, die bisher am Amtshof realisiert wurde, unterscheidet die beiden bisherigen Schulen ebenso wie die Schülerbeförderung.

Ingo Meißner, bisher Elternvertreter am Gildesweg, erwartet, dass die Kinder die administrative Umorganisation gar nicht mitkriegen. „Die Kinder und der Unterricht stehen klar an erster Stelle.“ Es sei ein Riesenwust, der administrativ zu "wuppen" sei. „Es bedeutet praktisch, zwei Pferde im vollen Gallopp umzusatteln.“ Meißner ist zuversichtlich, dass die Bereiche Eingangsstufe und Schülerbeförderung gelöst werden.

Das sieht auch Thorsten Koch so. Der Elternvertreter der bisherigen Grundschule am Amtshof denkt, dass Lehrer, Eltern und Schüler nur gemeinsam die Fusion meistern werden, wobei sich die Eingangsstufe bei Abwägung von Vor- und Nachteilen bewährt habe. Er findet allerdings, dass der Informationsfluss umfangreicher sein könnte.

Von Lothar H. Bluhm