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Winsen Von weichen Leuttürmen und Clowns
Celler Land Winsen Von weichen Leuttürmen und Clowns
17:21 23.07.2018
Die beiden "Gipfelstürmerinnen" (rechts) Paula und Lara auf dem Weg nach oben.  Quelle: Anke Schlicht
Winsen (Aller)

Die Rutsche mit dem Clownsgesicht und den überdimensionierten Schuhen ist nur eine der insgesamt acht watteweichen Spielstationen, mit denen Spärlich zurzeit auf den Allerwiesen in Winsen gastiert. Der 28-Jährige ist ein echtes Zirkuskind, sein ganzes Leben ist er umhergezogen mit der Manege im Schlepptau. „Ich bin sogar in einem Wohnwagen geboren“, berichtet er. Doch vom Zirkus musste er sich verabschieden. Lieber heute als morgen würde er zwar zurückkehren in die Welt der Artistik, Clownerie und Pferdedressur, doch er trägt bereits selbst Verantwortung für seine Frau und die Kinder Natascha und Roberto. „Als Alternative habe ich mir den kleinen Burgenpark aufgebaut“, sagt der junge Mann, der als Vater weiß, was Kindern gefällt.

Ein kleiner Swimmingpool in der Mitte der Hüpf-Manege fehlt angesichts der Hitze nicht. „Nachher kommt auch noch eine Wasserrutsche“, freuen sich Paula und Lara am Samstagmittag. Ihre Eltern haben sie vorbeigebracht, und die beiden Mädchen haben sichtlich Spaß. „Es ist einfach toll hier“, so der einhellige Tenor der beiden Hüpfburgfans.

Nachdem sie den Gipfel des aufblasbaren Leuchtturms erklommen haben, geht es rüber zum Clown, von dem sie sich purzelbaumschlagend hinunterstürzen. Ihnen fallen immer neue Varianten für den Abstieg ein. Wer noch nicht über so viel Körperbeherrschung wie die beiden Mädchen verfügt, wählt wie die fünfjährige Nele-Malin die einfachste Alternative – hinsetzen und rutschen. „Papa, darf ich dir mal was ganz Schnelles zeigen?“, stellt Nele-Malin eine typische Frage im Kinderparadies.

„Bei den anderen Veranstaltungen gibt es ja auch immer eine Hüpfburg, aber die sind sehr umlagert“, erzählt Ralf Genilke, während er die schnelle Vorführung seiner Tochter verfolgt. „Ich finde das von der Idee her witzig, und es ist mal etwas anderes als Spielplatz.“ Nele-Malin und ihr dreijähriger Bruder Ben-Luca haben nun genug vom Clown, sie drängen zur nächsten Station, wo sie sich ausprobieren können. Eines ist im Hüpfburgenland, das noch bis zum 29. Juli gastiert, garantiert: Die Kleinen fallen dabei immer watteweich.

Von Anke Schlicht

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