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Winsen Waller Biogasanlage könnte gebaut werden
Celler Land Winsen Waller Biogasanlage könnte gebaut werden
18:01 10.04.2018
Von Simon Ziegler
Walle

Die Firma selbst sorgte nicht für Aufklärung. Der Geschäftsführer der Firma „Biogas Osters & Voß“ war telefonisch nicht erreichbar.

Mitte 2016 war bekannt geworden, dass die Brandenburger und nicht mehr die Winser Firma Lindhorst das Projekt realisieren wollen. Den Plänen soll ein Tausch zugrunde gelegen haben. Demnach sollen Lindhorst und „Osters & Voß“ zwei Bauvorhaben getauscht haben. Die Winser sollten ein von den Brandenburgern geplantes Projekt realisieren, im Gegenzug wollte "Osters & Voß" die in Walle geplante Biogasanlage errichten. Hintergrund war nach CZ-Informationen, dass Jürgen Lindhorst senior nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft seine Kinder nicht mit dem umstrittenen Projekt belasten wollte.

Inzwischen sind fast neun Jahre vergangen, seit das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt wurde. Nach etlichen Verwerfungen in der Lokalpolitik verabschiedete der Winser Gemeinderat schließlich Ende 2011 die Bauleitplanung. Trotzdem wurde bis heute nicht mit dem Bau begonnen, auch weil es juristische Auseinandersetzungen gab. Nach dem Tausch zwischen Lindhorst und „Osters & Voß“ wurde erneut das Gewerbeaufsichtsamt Celle tätig, da es Änderungen in der Planung gab. Es wurde ein sogenanntes Änderungsgenehmigungsverfahren durchgeführt. Im Wesentlichen war das ursprünglich geplante Blockheizkraftwerk weggefallen. Das erzeugte Biogas soll aufbereitet und fast vollständig in das Erdgasnetz eingespeist werden, hatte die Aufsichtsbehörde 2016 mitgeteilt.

Klar ist, dass der Boom der Biogasanlagen lange vorbei ist. Die letzte Anlage im Kreis Celle wurde 2014 im Raum Bergen gebaut. 2012 und 2013 ging nicht eine einzige neue Biogasanlage in Betrieb. Es gilt heute als nicht mehr so attraktiv, neue Anlagen zu errichten.

Das Jobcenter im Landkreis Celle hat sein Vorgehen bei der Südwinser Familie Bühren verteidigt. „Das Jobcenter entscheidet nicht willkürlich über geeigneten Wohnraum, sondern handelt im Sinne der Gleichbehandlung“, sagte Sprecherin Inga Haarstrick. Die Mietkosten der Wohnung der Familie lägen über der Angemessenheitsgrenze für eine vierköpfige Bedarfsgemeinschaft.

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Simon Ziegler 06.04.2018

Lange suchte Familie Bühren seinerzeit, bis sie aus ihrer Dachgeschosswohnung in ein Haus am Südwinser Getreidering ziehen konnte. Hier war genug Platz für die vier – und alles barrierefrei. Tochter Lea-Jolie leidet seit ihrer Geburt an Spina bifida, also einem offenen Rücken, hat epileptische Anfälle und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sohn Julian (10), Autist mit schweren Entwicklungsverzögerungen, ist gehbehindert und leidet an ADHS. Vater Andreas Bühren hat schweren Diabetes und ein Nierenleiden, kann nicht mehr als Lkw-Fahrer arbeiten. Bei seiner Frau Gloria wurde eine Vorstufe zur Leberzirrhose auf­grund einer Auto­immun­erkrankung festgestellt.

04.04.2018

Die vor wenigen Wochen gegründete „Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer“ lädt am Donnerstag zu ihrer ersten Veranstaltung ein. Um 19 Uhr beginnt im Jann Hinsch Hof in Winsen der Informations- und Diskussionsabend „Wölfe am Gartenzaun, und nun?“.

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Simon Ziegler 03.04.2018