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Winsen Wettbewerb in Winsen: Bahn frei für die Fingerboarder
Celler Land Winsen Wettbewerb in Winsen: Bahn frei für die Fingerboarder
18:50 17.02.2015
Bastian, Aaron, Dorian und Jarle (von links) freuen sich schon auf den zweiten Fingerboard-Contest. Max Rohte (hinten) hatte ihn im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Quelle: Benjamin Westhoff
Winsen (Aller)

Skateboard fahren einmal anders: Viele denken dabei direkt an halsbrecherische Manöver, die auf einem rollenden Brett stehend ausgeübt werden. Doch es gibt noch eine weitere Variante, die weitaus mehr Feinmotorik erfordert. Beim Fingerboarding ersetzen Zeige- und Mittelfinger die Beine, gefahren wird auf einem Miniatur-Skateboard. In Meißendorf findet am Samstag, 28. Februar, bereits zum zweiten Mal der Contest „Breaking Fingers No. 2“ statt, bei dem sich Fahrer aus aller Welt messen können.

Mit von der Partie ist wie auch im Vorjahr Max Rohte (18), der sogar deutschlandweit auf Fingerboard-Turnieren unterwegs ist. Im vergangenen Jahr hat er mit seinem Team und mit der Unterstützung von Britta Hesse von der Mobilen Jugendpflege Winsen den Contest ins Leben gerufen. Es ist der einzige Contest, bei dem auch jüngere Fahrer gegen waschechte Profis antreten können. Für dieses Jahr hat sich unter anderem auch Valentin Leiber angekündigt, der vor drei Jahren Weltmeister im Fingerboarden geworden ist.

Was einfach aussieht, erfordert eine Menge Training. Gefahren wird mit dem Zeige- und Mittelfinger. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Tricks, die in vier verschiedenen Positionen ausgeführt werden können: regular, fakie, switch und nollie. Spätestens jetzt begreift der Laie, dass es sich um eine richtige Sportart mit eigener, äußerst komplexer Fachsprache handelt. Natürlich benötigt man wie bei jeder Sportart die entsprechende Ausrüstung. Jedes Board wird handgefertigt und kostet zwischen 20 und 140 Euro – Luft nach oben gibt es immer. Qualität hat schließlich ihren Preis.

Die Disziplinen sind dabei ganz unterschiedlich. Mit Spannung erwartet wird unter anderem das „Game of Skate“. Max Rohte erläutert das Prinzip: „Dabei werden die Fahrer einander eins zu eins zugeteilt und fahren gegeneinander. Es wird ausgelost, wer zuerst dran ist. Dann muss derjenige, der beginnt, seinen Trick zunächst ansagen. Wer patzt, bekommt ein S, danach ein K. So geht es immer weiter, bis einer der beiden Kontrahenten das Wort ‚Skate‘ vervollständigt hat.

In einer weiteren Challenge wird innerhalb eines Parcours eine sogenannte „Line“ gefahren. Diese besteht aus verschiedenen Tricks mit möglichst hohem Schwierigkeitsgrad. Hier können die Fahrer innerhalb von 30 bis 45 Sekunden ihr Können beweisen. Ihre Leistung wird von den „Judges“ nach den Kriterien Style, Schwierigkeit und der korrekten Ausführung bewertet.

Britta Hesse sieht im Fingerboarden eine Möglichkeit, junge Menschen für etwas zu begeistern. Der Vorteil an dieser Sportart ist, dass man im Gegensatz zum regulären Skateboardfahren nicht auf gutes Wetter angewiesen ist. Im vergangenen Jahr traten bereits 46 Fahrer aus ganz Deutschland gegeneinander an. Wer eine weite Anreise hat, kann in der angrenzenden Turnhalle sogar übernachten.

„Breaking Fingers No. 2“ findet am 28. Februar ab 13 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Meißendorf, Schulweg 4, statt und endet gegen 19 Uhr mit einem Feuerwerk. Fahrer können sich online über das Kontaktformular auf www.mowi-winsen.de anmelden. Anmeldeschluss ist am Tag des Contests um 12.30 Uhr. Die Startgebühr beträgt fünf Euro.

Von Stefanie Franke