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Winsen Winsen: Schüler helfen Straßenhunden
Celler Land Winsen Winsen: Schüler helfen Straßenhunden
19:45 26.02.2014
Von Carsten Richter
Kinder der Grundschule Winsen beteiligen sich am Protest gegen die Tötung von Straßenhunden in Rumänien. Sie haben ein riesiges Plakat gestaltet (hinten). Die Hunde Loki, Rasmus und Runa (von links) konnten gerettet werden. Darüber freuen sich (vorne von rechts) Linus und Lenni sowie Organisatorin Hanne Peters. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

"Kinder für Straßenhunde" heißt das Projekt, dessen Schirmherrschaft Maja von Hohenzollern übernommen hat. Als "größten Protestbrief der Welt für Tiere" wirbt die Prinzessin für die Aktion. "Wir wollen mindestens 200 Meter schaffen", ermutigt sie Kinder auf Deutsch und Englisch bei Facebook, bei der Gestaltung der riesigen Papierrolle mitzumachen. Und das fällt den Winser Grundschülern nicht schwer. "Selten habe ich die Kinder so konzentriert erlebt", meint Klassenlehrerin Carola Kirchner nach der Aktion gestern Vormittag.

Initiatorin des Projektbeitrags aus dem Kreis Celle ist Elternvertreterin Hanne Peters. Tiere und Kinder, das ist ihre Leidenschaft. Sie hat selbst erst kürzlich die sieben Monate alte Runa bei sich aufgenommen, die in Rumänien vor Tierquälern gerettet wurde. Sie wurde neben ihren beiden Geschwistern auf der Straße gefunden – die anderen Hunde waren bereits tot. Ein sehr engagierter Tierschützer aus Frankfurt fährt regelmäßig von Rumänien nach Deutschland, um die Hunde zu retten und sie hier wieder aufzupeppeln. "Er lebt nur für die Hunde in Rumänien und kommt für jeden einzelnen von ihnen hierher", lobt Peters seinen Einsatz.

Nach offiziellen Angaben war im Herbst ein vierjähriger Junge in Bukarest von Straßenhunden totgebissen worden – der Vorfall gilt als Ursache für die Aufhebung des Tierschutzgesetzes in dem südosteuropäischen Land. Das Töten der Tiere sei keine Lösung, meint Peters. Stattdessen sollten die Hunde lieber kastriert werden, das koste 30 Euro. "Hundefänger aber bekommen für jeden Hund, den sie ins Tierheim bringen, 250 Euro", so Peters. Werden sie nach 14 Tagen nicht abgeholt, würden sie umgebracht.