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Winsen Winsen hat einen Jugendbeirat
Celler Land Winsen Winsen hat einen Jugendbeirat
19:28 11.05.2014
Von Carsten Richter
Winsens - Bürgermeister - Dirk Oelmann mit dem frisch gewählten Kinder- und Jugendbeirat: (vorne, von links) Till Schlosser, Henri Flick, Lukas Sidortschuk, Lara Jenni Wallocha, (hinten, von links): Johannes Meyerhoff, Nils Hollrieder, es fehlt: Julia Sperling. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Ein paar enttäuschte Gesichter gab es am Schluss doch, als Bürgermeister Dirk Oelmann nach der Auszählung der Stimmen verkündete, wer in den neuen Kinder- und Jugendbeirat der Gemeinde Winsen gewählt wurde – und wer nicht dabei ist. 15 junge Winser zwischen 8 und 16 Jahren hatten sich beworben, sieben von ihnen wurden am Sonnabendnachmittag in das Gremium gewählt. Sie werden künftig die Interessen des Winser Nachwuchses vertreten. „Alle haben bewiesen, dass sie sich für ihre Gemeinde interessieren“, betont Oelmann.

Wie bei jeder anderen Wahl auch, hatten die 1307 stimmberechtigten Kinder und Jugendlichen vor dem Urnengang die Möglichkeit sich über ihre gleichaltrigen Vertreter zu informieren: Wer sind sie? Was machen sie in ihrer Freizeit? Vor allem aber: Was wollen sie in ihrer Gemeinde ändern? Und da hatte jeder Kandidat konkrete Vorstellungen, was geschehen muss, damit Winsen für die jungen Bürger attraktiver wird. In einer Vorstellungsrunde präsentierten sie den Wählern ihre Ideen: „Ich möchte mich für alle Kinder und Jugendlichen einsetzen“, sagt Johannes Meyerhoff. „Mehr Spielplätze für die Jüngeren, mehr Bolzplätze für die Älteren“, fordert der 16-Jährige.

Auch die Geschwister Anna-Maria und Magdalena Boll haben ihre Kandidatur abgegeben. Bei Dunkelheit fühle sie sich an manchen Stellen im Ort nicht sicher, meint die elfjährige Magdalena. „Es müssen mehr Selbstverteidigungskurse angeboten werden“, sagt die Schülerin. Ganz andere Ideen hat die zwei Jahre jüngere Anna-Maria: „Wir brauchen mehr Plätze für Veranstaltungen“, sagt die Neunjährige, „und es muss Räume geben, die offen sind für Proben“.

Dass schließlich nur 113 Kinder und Jugendliche aus Winsen oder den sieben Ortsteilen dem Wahlaufruf gefolgt waren, war vor allem dem Wetter geschuldet. Denn an Kritik und Verbesserungsvorschlägen fehlte es nicht. Das zeigte die „Klagemauer“, auf der die jungen Winser aufschreiben konnten, was ihnen unter den Nägeln brennt.

Die Gründung eines Kinder- und Jugendbeirates war Ende 2013 vom Gemeinderat beschlossen worden, die Mitglieder werden sich künftig alle drei Monate treffen. Sie können auch an Gemeinde-Ausschüssen teilnehmen.