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Winsen Winsen will Kita-Gebühren erhöhen
Celler Land Winsen Winsen will Kita-Gebühren erhöhen
18:19 12.06.2017
Von Simon Ziegler
Von Gebührenfreiheit weit entfernt: Winsen will Kita-Eltern verstärkt zur Kasse bitten. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Winsen (Aller)

Die geplante Erhöhung ist am Dienstag, 20. Juni, Thema in der Ratssitzung. Dann wird die Politik entscheiden, ob die Eltern stärker belastet werden.

Die Verwaltung begründet die Anhebung damit, dass bisher durch die Elterngebühren nicht einmal die Marke von 20 Prozent erreicht werde. Ziel sei es aber, dass die Eltern 30 Prozent der Kosten tragen. Der Gesetzgeber sehe eine Drittelung der Kostenverteilung zwischen Land, Kommune und Eltern vor. „Die Umsetzung der auf Landesebene angedachten Gebührenfreiheit für die Eltern wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass die Gemeinde gehalten ist, sich an den bisherigen Rechtsgrundlagen zu orientieren. Im Übrigen sind die Kosten insgesamt gestiegen“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Das betreffe in erster Linie die Personalkosten. Die vorgeschlagene Gebührenerhöhung sei „notwendig und angemessen“.

Sowohl für Krippen- als auch für Plätze im Kindergartenbereich sollen Eltern künftig mehr zahlen. Ein Vormittagsplatz in der Krippe (8 bis 14 Uhr) soll künftig monatlich 185 Euro kosten (bisher 178 Euro). Für einen Ganztagsplatz (8 bis 17 Uhr) werden 259 Euro fällig (bisher 249 Euro).

Im Kindergartenbereich soll ein Platz in der Vormittagsbetreuung (8 bis 12 Uhr) 110 Euro kosten (bisher 106 Euro). Ein Ganztagsplatz (8 bis 17 Uhr) wird mit 215 Euro zu Buche schlagen (bisher 207 Euro). Die Satzung sieht weiterhin Abstufungen vor. Wer seine Kinder bis 15 oder 16 Uhr abholt, zahlt entsprechend weniger. Die Satzung soll am 1. August in Kraft treten.

„Im Rat rechne ich mit Unterstützung für die Erhöhung“, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Im Fachausschuss gab es bei einer Enthaltung fünf Ja- und drei Nein-Stimmen.

Doch auch innerhalb der SPD ist das Thema offenbar noch nicht ausdiskutiert. „Ich sehe die Kita-Erhöhung kritisch. Wir haben im Kreistag durchgesetzt, dass die Personalkostenzuschüsse um 50 Prozent erhöht werden. Damit haben die Gemeinden mehr Geld vom Landkreis“, sagte Ratsherr Maximilian Schmidt.