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Winsen Winsen will XXL-Kita bauen
Celler Land Winsen Winsen will XXL-Kita bauen
18:18 16.04.2018
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Hintergrund der Überlegungen sind zwei geplante Bauvorhaben: Da die Grundschule für die vielen Kinder inzwischen wieder zu klein ist, war eine Aufstockung des Verwaltungstraktes ins Gespräch gebracht worden. Die Kosten könnten bei 2,5 Millionen Euro liegen, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Zum zweiten sollte ohnehin ein neuer Kindergarten gebaut werden, da die Nachfrage der Eltern enorm ist. Auch hier war von einem Investment von etwa 2,5 Millionen Euro die Rede.

Der neue Plan sieht jetzt vor, den Kindergarten Allerstraße aufzugeben und die Räume komplett der Grundschule zu überlassen. Die Grundschule könnte dort ihre Fachräume, also zum Beispiel Musikraum und Handwerksraum unterbringen. Die teure Aufstockung des Verwaltungsgebäudes wäre dann nicht mehr nötig.

Stattdessen würde der Bau der in Südwinsen geplanten neuen Kindertagesstätte größer ausfallen als bisher gedacht. In der Einrichtung könnten insgesamt 130 Kinder, verteilt auf vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen, betreut werden. Die Trägerschaft würde bei der Gemeinde bleiben.

Der Vorschlag für dieses Modell – Grundschule übernimmt die Räume der Kita Allerstraße; Gemeinde baut großen Kindergarten – sei von den Kita-Leitungen selbst gekommen, sagte Oelmann. Auch die Grundschule sei einverstanden. Oelmann selbst hält den Vorschlag für sehr passend, da dadurch Geld gespart werde. Statt fünf Millionen Euro für zwei Bauprojekte würden 3,5 Millionen Euro für ein Vorhaben ausgegeben. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Schulgebäude "nicht im laufenden Betrieb umgebaut werden müsste", wie Oelmann sagte.

Der Bürgermeister hat die Fraktionsspitzen nach eigenen Angaben vergangene Woche im Verwaltungsausschuss über den Vorschlag informiert. Das Vorhaben muss jetzt politisch noch beraten und dann vom Gemeinderat entschieden werden. Der neue Kindergarten könnte zum 1. August 2020 an den Start gehen.

Dass die Gemeinde einen neuen Kindergarten braucht, ist schon lange klar. Der Bedarf ist groß, außerdem entsteht durch die Neubaugebiete und die vom Land versprochenen kostenfreien Kita-Plätze noch mehr Nachfrage. Der Ortsteil Südwinsen gilt aus verkehrstechnischen Gründen als geeignet, da viele Winser über die L298 Richtung Hannover fahren. Außerdem wohnen viele Familien in dem großen Ortsteil. Als Standort ist ein Grundstück im Neubaugebiet "An der Trift" im Gespräch.

Da Winsen bereits heute nicht mehr mit den Kita-Kapazitäten auskommt, muss kurzfristig eine provisorische Lösung her. "Die kirchlichen und kommunalen Kitas haben nicht genügend Plätze, deshalb werden wir den jetzt wieder freigewordenen Kindergarten am Galgenberg so herrichten, dass dort eine Kita- und eine Krippengruppe untergebracht werden", kündigte der Bürgermeister an. Das Ganze soll zwei Jahre lang als Außenstelle der Allerstraße geführt werden. Der frühere Kindergarten Galgenberg war zuletzt als Provisorium für die Bücherei genutzt worden.

„Waidmannsdank“ heißt die Ausstellung mit Fotografien von Christiane Djalvand, die der Winser Heimatverein seit Sonntag im „Grooden Hus“ auf dem Museumshof Winsen zeigt. „Öffentlichkeitsarbeit, die ein breites Publikum anspricht, kommt bei der Jägerschaft oft zu kurz“, erklärte Helge John, Vorsitzender des Hegerings Eschede, der anlässlich der Vernissage in die Ausstellung einführte. Er freue sich über die Brücke, die Djalvands Ausstellung zwischen Jagenden und Nicht-Jagenden schlage.

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In der unendlichen Geschichte um die geplante Waller Biogasanlage gibt es eine neue Wendung: Am morgigen Donnerstag wird die Gemeindeverwaltung den Waller Ortsrat darüber informieren, dass das Celler Gewerbeaufsichtsamt die Pläne der Brandenburger Firma „Osters & Voß“ genehmigt hat. „Es handelt sich um eine Benachrichtigung, dass gebaut werden kann. Ob tatsächlich gebaut wird, wissen wir nicht“, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Er selbst rechnet „eher nicht“ damit, sagte er auf Nachfrage.

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Das Jobcenter im Landkreis Celle hat sein Vorgehen bei der Südwinser Familie Bühren verteidigt. „Das Jobcenter entscheidet nicht willkürlich über geeigneten Wohnraum, sondern handelt im Sinne der Gleichbehandlung“, sagte Sprecherin Inga Haarstrick. Die Mietkosten der Wohnung der Familie lägen über der Angemessenheitsgrenze für eine vierköpfige Bedarfsgemeinschaft.

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