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Winsen Winsen will neue Sporthalle bauen
Celler Land Winsen Winsen will neue Sporthalle bauen
17:21 22.10.2015
Von Simon Ziegler
Neben der Winser Skateranlage plant die Gemeinde den Neubau einer Sporthalle. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

In Winsen soll eine neue Sporthalle gebaut werden. Auf einem gemeindeeigenen Gelände hinter der früheren Grundschule am Gildesweg soll eine Drei-Feld-Halle errichtet werden, gab Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann bekannt. Außerdem ist ein Außensportgelände mit Sportplatz, Kugelstoßanlage, 100-Meter-Bahn und Weitsprunggrube geplant.

Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Oberschule bislang viel zu wenig Platz für den Sportunterricht zur Verfügung hat. Die größte allgemeinbildende Schule im Kreis Celle beklagt seit langem, dass sowohl die Hallenkapazitäten als auch die Möglichkeit, im Außenbereich Sportunterricht zu machen, nicht ausreichend sind. "Es ist gut, dass Landkreis und Gemeinde in einer konzertierten Aktion daran etwas ändern wollen", sagte Oberschulleiter Bodo Theel. Er freute sich auch darüber, dass "alle Parteien in Winsen" hinter dem Bau der Sporthalle stünden.

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Vermutlich im kommenden Jahr geht es in die konkrete Planung in den politischen Gemeindegremien. Oelmann geht von Baukosten in Höhe von 4 bis 4,5 Millionen Euro aus. Als Bauherr soll die Gemeinde fungieren. Landkreis und Kommune wollen sich die Kosten teilen. Wer wie viel bezahlt, wollte Winsens Bürgermeister noch nicht sagen. Baubeginn könnte 2017 sein.

Mit der Halle wird das Thema "Sportpark West" vermutlich wieder von der Agenda verschwinden. Seit vielen Jahren wird in Winsen immer wieder darüber gesprochen, hinter dem Schulkomplex am Meißendorfer Kirchweg ein großes Sportareal mit Sporthalle, 400-Meter-Bahn und mehreren Spielfeldern zu schaffen. Doch gescheitert ist die Realisierung der ehrgeizigen Pläne immer am fehlenden Geld.

Für Bürgermeister Oelmann steht fest, dass es auch in den kommenden 20 Jahren nichts mit dem Sportpark wird, weil die Gemeinde mit Hochwasserschutz, Straßensanierung und dem Neubau des Büchereigebäudes kostspielige Aufgaben vor der Brust hat. Außerdem war die Begeisterung in den Außendörfern nicht sehr groß, das Sportangebot im Kernort zu zentralisieren. Mit der jetzt gefundenen "kleinen" Lösung scheinen alle zufrieden zu sein.