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Winsen Winser Ausstellung über Truppenplatz
Celler Land Winsen Winser Ausstellung über Truppenplatz
15:38 23.03.2012
Am 1. April ˆffnet der Heimatverein Winsen seine Ausstellung "Die Heidmark". Hier die Macher von links: Alfred Bartsch, Hinrich Baumann, Jochen Kˆhler, Felicitas Bergner, J¸rgen Meyer, Klaus von der Brilie und Hans-Walter Nilles. Quelle: Gert Neumann
Winsen (Aller)

Gleichwohl wurden 25.000 Hektar Land beschlagnahmt und mussten 3530 Menschen ihre Heimat für immer verlassen. 18 Ortschaften verschwanden endgültig von den Landkarten.

Daran erinnern soll eine Ausstellung vom 1. April bis zum 6. Mai im Grooden Hus auf dem Winser Museumshof. Offiziell eröffnet wird sie bereits einen Tag zuvor im Beisein des Celler Landrats Klaus Wiswe und Gunda Ströbele, der stellvertretenden Landrätin des Heidekreises. Die Öffentlichkeit kann die Ausstellung jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends, sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr besuchen.

Historische Dokumente, Fotos und Exponate geben Einblick in die Heidmark vor Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen, wobei der Schwerpunkt auf dem Teil des heutigen Landkreises Celle liegt. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Modell im Maßstab 1:20 der Ostenholzer Kirche. Einst Gottesdiensthaus der kleinsten Kirchengemeinde bot sie nach dem Krieg 5000 Flüchtlingen Raum zur Andacht. Erst 1982 ging sie aus Bundesbesitz wieder ins Eigentum der Gemeinde zurück. Der attraktive Bau mit dem 21 Meter hohen Turm wird im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms derzeit generalüberholt und steht wie kein anderes Gebäude der Region für Vertreibung und Versöhnung.

Von Gert Neumann