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Winsen Winser Bombendrohung: Krizsan wegen Verleumdung angezeigt
Celler Land Winsen Winser Bombendrohung: Krizsan wegen Verleumdung angezeigt
18:37 05.01.2017
Von Simon Ziegler
Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Krizsan wurde von der Polizei in Celle vorgeladen und vernommen. "Die Anzeigen sind in Bearbeitung", sagte Polizeisprecher Thorsten Wallheinke. Es handele sich um ein laufendes Verfahren, einen Zwischenstand gebe er nicht ab. Die Staatsanwaltschaft muss letztlich entscheiden, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt wird, möglich ist auch ein Strafbefehl.

Krizsan hatte öffentlich die Vermutung geäußert, dass CDU und UWG hinter der Bombendrohung stecken, um eine Abstimmung zum Hauptschulareal zu verhindern. Gegenüber der Polizei erklärte der frühere Bundestagsabgeordnete: "Ich habe in 33 Jahren Arbeit in verschiedenen Parlamenten noch nie jemanden verleumdet oder falsch verdächtigt. Ich habe eingesteckt und ausgeteilt – das gehört zur Politik."

"Irgendwann ist Schluss. Das können wir so nicht stehen lassen", begründete Peters den Gang zur Polizei. Der Christdemokrat wies die Anschuldigungen von Krizsan erneut zurück. Peters legt Wert auf die Feststellung, dass er die Öffentlichkeit nicht über die Anzeige informiert hat, um nicht schon zu Beginn des Jahres wieder in alte Streitmuster zu verfallen.

Arndt sagte, Krizsans Äußerungen seien ein direkter Angriff auf die UWG-Mitglieder gewesen: "Es geht einfach nicht, dass ein Ratsherr Dinge in den Raum stellt, die völlig aus der Luft gegriffen sind. Ich erwarte, dass der Rechtsstaat reagiert."

Unterdessen gab Polizeisprecher Wallheinke bekannt, dass die Veröffentlichung des aufgezeichneten Bombenanrufs die Suche nach dem Täter nicht entscheidend vorangebracht hat. Es meldeten sich nach wie vor Bürger mit Hinweisen, eine heiße Spur sei bislang nicht dabei.