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Winsen Winser CDU "wieder vereint": Fraktionschef verkündet Ende der Auseinandersetzungen
Celler Land Winsen Winser CDU "wieder vereint": Fraktionschef verkündet Ende der Auseinandersetzungen
16:49 14.05.2014
Von Carsten Richter
Winsen (Aller)

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Winsen fährt zurzeit einen Zickzack-Kurs: Nachdem die vier Christdemokraten Friedrich-Wilhelm Falke, Marc Froemberg, Frank Schilling und Jannik Rudolph Ende April ihren Ausstieg aus der Ratsfraktion bekannt gegeben hatten, hat der Vorsitzende Falke nun den Rückzug vom Rückzug verkündet. Die Fraktion sei „wieder vereint“, heißt es in einer Mitteilung an die CZ.

Unter Anwesenheit der Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann und Thomas Adasch habe mit allen Beteiligten ein „Gespräch auf Augenhöhe“ stattgefunden, so Falke. „Starke Meinungsverschiedenheiten“ seien erläutert und letztlich ausgeräumt worden, die Fraktionsführung in ihrer bisherigen Zusammensetzung einstimmig bestätigt worden. Offenkundige inhaltliche Gründe für die Auseinandersetzung wie den Streit um den Neubau des Winser Jugendzentrums führt Falke nicht an, er spricht lediglich von einem „Generationsproblem“ der CDU-Fraktion. Jüngere Mitglieder hätten sich nicht ernst genommen gefühlt, ihnen müsse künftig mehr Stimmengewicht eingeräumt werden. Falke kündigte einen Personalwechsel zum Jahresende an. „Sowohl im Vorstand als auch an der Fraktionsspitze muss es Änderungen geben“, heißt es auf Nachfrage.

„Ziemlich albern und unglaubwürdig gegenüber dem Wähler“ nennt UWG-Ratsfrau Karin Bußmann den Kurswechsel der CDU. Parteiinterne Querelen, wie die Differenzen über das Jugendzentrum hätten vorher ausdiskutiert werden können. „Da muss man sich über Wählerverdrossenheit nicht wundern“, sagt Grünen-Mitglied Julius H. Krizsan. Bei dem Machtgerangel werde vergessen, dass es um den Bürger geht. Auch SPD-Fraktionschefin Ina Boy hofft, dass nun zur Sachpolitik zurückgekehrt werden könne. Dass der Streit innerhalb der CDU beendet sei, glaubt sie jedoch nicht. „Die bloße Haltung kann sich nicht geändert haben.“