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Winsen Winser Haushalt unter Damoklesschwert des Landkreises
Celler Land Winsen Winser Haushalt unter Damoklesschwert des Landkreises
18:09 08.03.2012
Winsen (Aller)

Schon der Bau- und Planungsausschuss hatte in der vergangenen Woche versucht, die Ausgaben zu reduzieren. Der Bauhof trat freiwillig kürzer; für die Schulen wird weniger veranschlagt. Letztere bleiben dennoch ein Schwergewicht im Investitionsplan der Gemeinde.

Ein Schwergewicht jedoch mit ungewissen Dimensionen: Vier Varianten gibt es schon, Sanierung und Anbauten an einer der beiden Schulen, ein Neubau, die Räume der Hauptschule. Eine fünfte Variante spukt in Bürgermeister Dirk Oelmanns Kopf herum; Details verraten will er noch nicht. Falls es mit dem Neubau nicht klappt, reichen die Möglichkeiten von Plan B bis E: "Die Räte sollen etwas zum entscheiden haben."

Irgendwo bei einer Million können die Gesamtkosten anfangen, sagt Oelmann. Irgendwo bei 7,5 Millionen können sie aufhören. Der Bauausschuss setzte den Rotstift an und kürzte die Ausgaben in diesem Jahr von einer Million auf 300.000 Euro; das werden die Planungskosten sein.

Weiterhin zur Diskussion steht das Sportheim Walle. Definitiv kommen wird der Anbau für den dortigen Spielkreis. Unsicher ist die Teilsanierung, außerdem soll ein Dorfgemeinschaftsraum angebaut werden. Knapp 393.000 Euro sollen Sanierung und Anbau kosten. Vor allem die Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft sollen das Projekt möglich machen. Vor einer Entscheidung will der Bauausschuss das Sportheim ansehen und klären, mit welchen Eigenleistungen gerechnet werden kann.

Ebenfalls umstritten bleibt das Dorfgemeinschaftshaus in Thören, ein Neubau. Hier soll auch ein Feuerwehrgerätehaus entstehen. Letzteres sei notwendig, um Auflagen der Versicherungen zu erfüllen, betonte Oelmann vor dem Bauausschuss. Knapp 675.000 Euro soll es insgesamt kosten, in diesem Jahr müsste die Gemeinde 300.000 Euro in den Haushalt einstellen.

Lehnt das Rechnungsprüfungsamt den Haushalt ab, darf die Gemeinde nur noch Pflichtaufgaben erfüllen und unabweisbare Ausgaben tätigen. "Wenn uns am Rathaus das Dach wegfliegt", verdeutlicht Oelmann. Schon im vergangenen Herbst hatte der Landkreis die Wirtschaftlichkeit des Projektes angemahnt.

In Winsens Haushalt fließen in diesem Jahr rund 3,8 Prozent der Ausgaben in freiwillige Leistungen, etwa 553.100 Euro. Größter Posten: Park- und Gartenanlagen sowie Grillplätze. "Eigentlich müssten wir die freiwilligen Leistungen in jedem Jahr kürzen", sagt Bürgermeister Dirk Oelmann. "Die Frage ist nur: wohin?

Von Isabell Prophet