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Winsen Winser Kettenreaktion
Celler Land Winsen Winser Kettenreaktion
07:04 25.11.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Winsen

Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Südwinser Baugebietes "An der Trift" könnten eine unliebsame Kettenreaktion in der Gemeinde zur Folge haben. Beim geplanten Baugebiet westlich des Kreisels muss ein Umlegungsverfahren durchgeführt werden, da einer der vier Eigentümer sein Areal nicht verkaufen will. Das wiederum hat Folgen für die Winser Grundschule und die Kita Allerstraße. Denn in dem Baugebiet soll eine Kindertagesstätte für 130 Kinder gebaut werden. Im Gegenzug ist geplant, dass die Räume des Kindergartens an der Allerstraße der Grundschule zugeschlagen werden, die zu wenig Platz hat.

Am Donnnerstag hat sich der Winser Bauausschuss mit dem Baugebiet befasst. Die Politik votierte mit klarer Mehrheit dafür, den Bebauungsplan ein zweites Mal öffentlich auszulegen, sagte Bauamtschefin Anke Schumann. "Das Bauleitverfahren soll Ende März abgeschlossen sein."

Was passiert bei einem Umlegungsverfahren?

Parallel läuft das Umlegungsverfahren für das Gebiet – ein übliches Prozedere, wenn ein Grundstückseigentümer nicht verkaufen will. Dabei werden in einem komplexen Prozess alle Flächen neu geordnet. Jeder Eigentümer erhält am Ende des Verfahrens seinen prozentualen Anteil zurück. Wenn der Grundstückseigentümer, der rund ein Drittel der Fläche besitzen soll, weiterhin nicht verkauft, werden entsprechend weniger Grundstücke vermarktet. Oder er vermarktet sie selbst. Ursprünglich sollten rund 100 Grundstücke in den Verkauf gehen. Das Vorhaben insgesamt kann der Eigentümer nicht verhindern, heißt es im Winser Rathaus.

Investor des Baugebiets ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die das Areal entwickeln wird. Stand jetzt ist das Umlegungsverfahren wohl erst Anfang 2020 beendet. Dann muss das Gebiet erschlossen werden. Das bedeutet, dass die neue Kita vor 2021 dort nicht stehen wird.

CDU kritisiert Bürgermeister

Bürgermeister Dirk Oelmann hätte einkalkulieren müssen, dass der Eigentümer nicht verkaufen würde, kritisiert die CDU. „Die Grundschule kann jedoch nicht länger auf die Fertigstellung eines weiteren Kindergartens warten“, sagt CDU-Fraktionschef Christian Peters. Es müsse jetzt eine Entlastung geschaffen werden.

"Im Gegensatz zur CDU, die zu keiner Zeit das Gespräch mit der Schulleitung gesucht hat, sind die Verwaltung und ich im ständigen Austausch mit dem Grundschulleiter und suchen nach Lösungen", erwidert Oelmann. Ob es zu Verzögerungen beim Neubaugebiet komme, sei noch gar nicht klar. Es sei immer noch möglich, das Umlegungsverfahren zu beenden und sich mit dem Eigentümer zu einigen.

Grundschule platzt aus allen Nähten

Die Grundschule platzt schon seit langem aus allen Nähten. "Wir sind voll", sagt Grundschulleiter Frank Werner. Mit der Gemeinde wurden mehrere Lösungen diskutiert. Die Grundschule lehnt es ab, im Amtshof 8, dem früheren Sitz der Kämmerei, Räume zu nutzen. Im Schulgebäude könnte durch einen Umbau ein weiterer Klassenraum geschaffen werden. Im Gespräch ist zudem, dass Container auf dem Schulhof aufgestellt werden.

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