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Winsen Winser Kinder ziehen in neue Kita
Celler Land Winsen Winser Kinder ziehen in neue Kita
17:18 05.06.2012
Gemeinsam mit der Leiterin Ute Hamrol und B¸rgermeister Dirk Oelmann (in Hintergrund) verabschieden sich die Kinder von ihrem alten Kindergarten Am Galgenberg. - Quelle: Lothar H. Bluhm
Winsen (Aller)

Die Teleskoptreppe zum Dachboden ist herunter gezogen, Büro, Küche und Gruppenräume sind leer. Zum letzten Mal wird in der blauen Gruppe Plumpsack gespielt, zum letzten Mal mit lautem und leisem „Quakquak“ das Fröschelied gesungen und gehopst. Rasch werden noch die letzten Bauklötze und Bilderbücher in den Korb gelegt, bevor es dann in einer langen Schlange mit Bollerwagen und Rucksäcken losgeht: die Krippenkinder vorne, danach die blaue, die rote und die grüne Gruppe. Justus, Nele, Elias, Sören, Lasse, Finja und Leonie mittendrin. Ein „Tschüss“ wird zum Abschied gewunken.

Doch, es sei schon ein gewaltiger Schnitt, verbirgt Ute Hamrol ihre Tränen vor den Kindern. Immerhin sei sie selbst in diesen Kindergarten gegangen, hat Praktika und ihre Ausbildung dort absolviert und ist seit 23 Jahren beruflich dabei, jetzt als Leiterin. „Unser Kindergarten war immer gefragt, wenn es um den Neubau der anderen Kindertagesstätten in der Gemeinde ging“, berichtet sie nicht ohne Stolz. „Häufig fehlte aber das Geld für ein bisschen Farbe für unser Haus.“

Nun können sich alle in dem neuen Gebäude einleben und alle Ecken und Nischen, Spielgeräte und Wege langsam in Besitz nehmen. Nach blauen Kornblumen, rotem Klatschmohn und grünem Weizen sind die drei Gruppenbereiche farblich gestaltet. Eine helle Eingangshalle, die gleichzeitig Multifunktionsraum ist, Sichtachsen, die den Kindern auch zwischen den Spielebenen der drei Gruppen Blickkontakt ermöglichen, und fast bodentiefe Fenster, durch die die Kinder mühelos herausschauen können, prägen den 2,2 Millionen Euro teuren Neubau.

Dazu gehört auch, dass die vier kleinen Mosaike, die von den Kindern noch in ihrem alten Kindergarten gefertigt wurden, in die Sanitärbereiche eingelassen sind. Das ist ein freudiges Wiedersehen in dem neuen Haus.

Von Lothar H. Bluhm