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Winsen Winser Ortsumgehung: Land ist zurückhaltend
Celler Land Winsen Winser Ortsumgehung: Land ist zurückhaltend
12:14 16.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

„Die Frage der Finanzierung ist aber der nächste Schritt“, sagt Oelmann. Zunächst gehe es darum, eine Debatte über die Sinnhaftigkeit einer Ausweichstrecke zu führen, um den Winser Ortskern von den Verkehrsmassen zu entlasten.

Unbestritten ist, dass ein Verkehrsvorhaben eines solchen Ausmaßes etliche Millionen Euro kosten würde. Das Verkehrsministerium in Hannover hat auf CZ-Nachfrage eine erste Einschätzung der Winser Überlegungen abgegeben. Es dürfte die Befürworter der Westumgehung kaum verwundern, dass sich das Haus von Minister Bernd Althusmann zurückhaltend äußert. „Das Land wird den Bau einer Ortsumgehung oder einer Ortskernentlastungsstraße nicht in eigener Zuständigkeit aufgreifen“, stellt Sprecherin Julia Wolffson klar. Die Planung und der Bau lägen in alleiniger Verantwortung der Kommune. „Die Gemeinde Winsen und der Landkreis Celle müssen sich hier verabreden, wer welche Aufgabe bei der Planung und Durchführung übernimmt“, so Wolffson. Das Land könnte dann eine Förderung aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG) gewähren.

Eine Kostenschätzung ist ohne Kenntnis der genauen Planung derzeit nicht möglich. Sicher ist, dass die Querung der Aller ein Knackpunkt ist – sowohl aus Gründen des Umweltschutzes als auch der Kosten. Um einen groben Anhaltspunkt zu haben, verweist das Ministerium auf die Sanierung der L190 bei Essel. „Im Jahr 2012 wurde die alte Allerbrücke durch einen Neubau ersetzt. Von den Gesamtkosten von 6,1 Millionen Euro entfielen allein 5 Millionen Euro auf den Brückenbau und rund 600.000 Euro auf den Erdbau. Die Gesamtlänge der neuen Querung betrug einschließlich der Rampen, der Vorlandbrücken und der Strombrücke zusammen 632 Meter“, fasst die Sprecherin zusammen. Seit 2012 sind die Kosten im Bausektor explodiert. Der Bau einer Winser Allerbrücke dürfte also erheblich teurer werden.

Das Netz der niedersächsischen Landesstraßen ist rund 8000 Kilometer lang. Schon Mitte der 80er Jahre wurde daher beschlossen, keine neuen Landesstraßen mehr zu bauen. Dies betrifft auch den Bau von neuen Landesstraßen als Ortsumgehungen. Seitdem sind Entlastungsstraßen ausschließlich in kommunaler Baulast entstanden. Bis zu einem Landtagsbeschluss im Jahr 1999 hatte das Land die Möglichkeit, diese kommunalen Entlastungsstraßen in erheblichem Umfang finanziell zu unterstützen und nach einer gewissen Zeit dann im Austausch gegen die Landesstraße innerhalb der Ortschaft in seine Baulast zu übernehmen. Auch nach diesem Beschluss unterstützt das Land die Kommunen bei neuen Hauptverkehrsstraßen. Fördermittel können ausgeschüttet werden. Die spannende Frage wird sein, wie hoch diese ausfallen, wenn es in Winsen konkret wird.

In der wieder aufgeflammten Debatte um den Verkauf des Hauptschugeländes und den geplanten Aldi-Umzug hat der Landkreis Celle die Gemeinde Winsen vor den Konsequenzen einer möglicherweise folgenschweren Entscheidung gewarnt. „Der Landkreis steht zu seiner Zusage, bei Verkauf des Hauptschulgeländes die Kosten für den Neubau der Sporthalle zu zwei Drittel zu tragen“, schrieb Kreisdezernent Michael Cordioli an den Winser Ratsherrn und Kreistagsabgeordneten Wilhelm Claus Köhler (CDU). Das Finanzierungskonzept sei vom Kreistag beschlossen worden.

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