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Winsen Winser Rat ohne klare Mehrheiten
Celler Land Winsen Winser Rat ohne klare Mehrheiten
17:42 12.09.2016
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

In der kommenden Wahlperiode wird sich auch Bürgermeister Dirk Oelmann (SPD) umstellen müssen. Denn er hat im Gemeinderat keine Mehrheit mehr. Die bisherige Mehrheitsgruppe aus SPD und CDW kommt nur auf 12 der 30 Sitze.

SPD-Fraktionschefin Ina Boy hob gestern hervor, dass die Sozialdemokraten erstmals in Winsen bei einer Kommunalwahl stärkste Kraft geworden seien. Künftig werde es im Gemeinderat darum gehen, „mehr in der Sache zu arbeiten“, um Mehrheiten zu erreichen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Boy kategorisch aus.

Leichte Enttäuschung gab es am späten Sonntagabend bei der CDW (Christlich-Demokratisch für Winsen), die sich in dieser Wahlperiode von der CDU abgespalten hatte. „11,4 Prozent sind nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir wollten wieder vier Sitze erreichen“, sagte Friedrich-Wilhelm Falke. Erschreckend sei das Ergebnis der AfD, die noch vor CDW liegt.

CDU-Fraktionschef Christian Peters ist mit dem Ergebnis seiner Partei zufrieden, auch wenn man knapp hinter der SPD liegt. Mit CDW und AfD gebe es zwei neue Konkurrenten, sagte Peters, „vor diesem Hintergrund kann man mit neun Sitzen zufrieden sein“. Es sei zudem gelungen, die absolute Mehrheit der SPD-CDW-Mehrheitsgruppe zu brechen. Das Ergebnis der AfD sei „krass“, so der Christdemokrat. Die AfD sei drittstärkste Kraft geworden, obwohl sie im Winser Wahlkampf kaum sichtbar gewesen sei.

Die UWG hat im Vergleich zu 2011 satte 15 Prozent verloren. Die Fraktion war in den vergangenen Jahren auf drei Mitglieder geschrumpft. Künftig werden es noch zwei sein. „Wir hatten uns klar ein besseres Ergebnis vorgestellt“, sagte Horst Arndt. Ein Wahlziel habe man aber erreicht. „Es ist in Zukunft möglich, gemeinsam mit CDU, Grünen und FDP die ‚Bürgermeister-Mehrheit‘ zu überstimmen“, sagte Arndt. Die neue Ratskonstellation werde zu mehr Sachlichkeit führen.

CDU: Wilhelm Claus Köhler, Christian Peters, Burkhard Hoppenstedt, Hagen Lindhorst, Heinrich Leymers, Wilhelm Redeker, Wiltrud Schumann, Wolf Nitschke, Hans-Günter Grunke;

SPD: Maximilian Schmidt, Ina Boy, Thomas Rammelkamp, Gertrud Reimchen, Wolfhard Mauer, Olav Mangels, Nicole Laukart, Bernd Hogreve, Andrea Bornemann;

Grüne: Robert Scheer, Hans-Werner Bersem;

UWG: Annette Ahrens, Horst Arndt;

FDP: Bernd Paul Harding;

AfD: Susanne Gensler, Philip-Marian Köhler, Christian Kemper;

CDW: Friedrich-Wilhelm Falke, Jannik Randolph, Marc Froemberg. Simon Ziegler