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Winsen Winser Stauende in Sicht
Celler Land Winsen Winser Stauende in Sicht
19:33 19.09.2013
Von Andreas Babel
Baststellenchaos und Schlaglöcher in Winsen - Baustelle Poststraße, Waller Straße und Alte Celler Heerstraße - Da die Einfahrt in die Alte Celler Heerstraße aufgrund der Baustelle sehr schmal ist, kam es zu Situationen, wo sich Autofahrer gegenüber standen. Autofahrer, die über die Alte Celler Herrstraße in die Poststraße wollten, waren gezwungen rückwärts zu setzen. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Seit einigen Monaten wird die Winser Hauptkreuzung umgebaut. Doch ein Ende ist in Sicht. Asphaltiert worden ist der Bereich bereits Ende August. Doch die Baustellen-Ampelanlage steht immer noch zum Teil einige Dutzend Meter von der Stelle entfernt, an der die eigentliche Lichtsignalanlage stand und auch nach Abschluss der Arbeiten wieder stehen wird.

„Die Ursache der langen Staus – vor allem aus Richtung Südwinsen – liegt in den Arbeiten an der Autobahn A7. Kraftfahrer, die aus Süden kommen, nehmen die Autobahn-Abfahrt Fuhrberg und wählen die Winser Ortsdurchfahrt, um zur Anschlussstelle Soltau-Ost zu gelangen und so den Autobahnstau zu umfahren“, sagt Andreas Nieschulz vom Planungsbüro Schulz & Partner aus Winsen. Dieses Planungsbüro betreut den Umbau der Poststraße sowie der angrenzenden Kreuzungen.

Man habe auch überlegt, die neue Ampelanlage an der Hauptkreuzung direkt nach der Asphaltierung zu reaktivieren. Das sei aber nicht möglich gewesen, weil man die Bauarbeiter, die die Randbereiche der Kreuzung noch pflastern müssen, nicht gefährden wolle. Außerdem wäre „die Neuordnung der Stromversorgung“ erheblich gewesen, so Nieschulz. Die Pflasterungen sollen bis Mitte oder Ende kommender Woche fertiggestellt sein. Dann sollen auch die Ampeln wieder direkt an der Kreuzung stehen. Man habe die Baustellenampel auch nicht kurzfristig ausschalten können, da sie für die Fußgänger die einzige Möglichkeit dargestellt haben, die Straße gefahrlos zu überqueren. Derzeit sind die Staus noch länger, weil die Baustellenampel zunächst die Autos aus Richtung Celle passieren lässt, dann die aus Richtung Bannetze und schließlich die aus Richtung Südwinsen. Die Wartezeit verdoppelt sich somit also für jeden Verkehrsteilnehmer. Das könne aber auch nicht anders geschaltet werden, „da häufiger mindestens eine Fahrspur entlang der Linienbaustelle als Arbeitsraum genutzt werden musste“, sagt Nieschulz.

Derzeit sind drei Bautrupps auf der Baustelle im Einsatz. Bisweilen konnte man den Eindruck haben, dass nicht immer mit dem nötigen Personal gearbeitet worden ist. Die Behinderungen auf der Kreuzung der Waller Straße mit der Alten Celler Heerstraße, die am Mittwoch teilweise aufgerissen worden ist, sollen heute schon wieder der Vergangenheit angehören. Dann soll das Loch, das entstanden ist, weil der neue Regenwasserkanal ans bestehende System angeschlossen wurde, zugeschüttet und asphaltiert werden. Die Planer haben beobachtet, dass die Autofahrer sich durch defensives Verhalten an die Situation angepasst haben.

Die Gemütslage der Gewerbetreibenden an der Poststraße ist nicht einheitlich. Giovanni und Marco Zuliani von der gleichnamigen Eisdiele fühlen sich „im Stich gelassen“. Seit zwei Wochen kommen Kunden nicht auf ihren Hof-Parkplatz. „Es sind definitiv zu wenige Bauleute da gewesen“, meint Giovanni Zuliani. Anders sieht das Andrea Tanke, Inhaberin der „Pusteblume“. Der Gewerbeverein, dessen Vorsitzende sie ist, sei „immer im Gespräch“ mit den Baufirmen und der Bauleitung. „Es ist nun mal eine Baustelle. Und wir wollen es ja irgendwann schön haben“, so Tanke.