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Winsen Winser beschweren sich über lahmes Internet
Celler Land Winsen Winser beschweren sich über lahmes Internet
16:20 02.06.2017
Von Simon Ziegler
Winsen (Aller)

Nach seinen Angaben hatte die Telekom nur für 48 von 110 Haushalten in dem Neubaugebiet schnelles Internet möglich gemacht. Das liege daran, dass der Kabelverzweiger, ein sogenannter Mini MSAN, zur Verteilung der Leitungen unterdimensioniert sei. Das hat die absurde Folge, dass Prinz‘ Nachbar mit Geschwindigkeiten von 50 MBit unterwegs ist, Prinz selbst aber nur mit etwa 5 MBit. „E-Mails mit größeren Anhängen kann ich nicht verschicken“, sagt Prinz. Ärgerlich sei es auch für seine Kinder. Wenn er eine E-Mail verschicken will, muss der Vater seine Kinder schon mal bitten, den Youtube-Film zu unterbrechen – anders geht es nicht. Prinz spricht von einem „mangelhaften Breitbandausbau“ der Telekom.

Das Unternehmen sagte auf Nachfrage der Celleschen Zeitung, dass in dem Winser Neubaugebiet „Hinteres Sandfeld“ die Bandbreiten grundsätzlich zwischen 50 und 100 MBit/s liegen würden. Die Geschwindigkeit beim Kunden hänge immer ab von der Entfernung zum Multifunktionsgehäuse, sagte Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. „Die Kapazitäten in den Multifunktionsgehäusen sind bereits ausgeschöpft und es richtig, dass noch nicht alle Bewohner schnellere Geschwindigkeiten nutzen können. Wir arbeiten bereits an einer Erweiterung der Kapazitäten, können aber dafür noch keinen konkreten Zeithorizont nennen und bitten die Kunden um Geduld“, so Halle weiter. Unklar ist, warum die Telekom in dem Gebiet nicht gleich Kapazitäten für alle Haushalte geschaffen hat.

Die Telekom habe in dem Gebiet im Winser Norden den Internet-Ausbau aus eigener Tasche finanziert, sagte die Sprecherin. Fördermittel seien nicht geflossen.