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Winsen Winser erobern Poststraße zurück
Celler Land Winsen Winser erobern Poststraße zurück
19:04 13.07.2014
Die neugestaltete Poststraße in Winsen diente gestern bei der Einweihung als Bühne. Der Besuch war groß – trotz der Regenschauer. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen (Aller)

Zu Fuß durfen Einheimische wie Auswärtige gestern erkunden und ausprobieren, wie belastbar die umgestaltetet Poststraße in Winsen ist. Viele Firmen, aber auch Jugendtreff und Bücherei waren mit Ständen vertreten, die Geschäfte lockten beim verkaufsoffenen Sonntag mit besonderen Angeboten, es gab ein breites gastronomisches Angebot und auf diversen Bühnen bunte Unterhaltung. Die Regenschauer beeindruckten das Publikum kaum.

"Toll für Winsen, die Parkplätze lassen sich gut befahren", sagt Fleischermeister Heiner Kleinschmidt zur neuen Poststraße. Für den Autoverkehr werde es aber schwieriger. Auch der Südwinser Ewald Grezios ist zufrieden mit den schön gestalteten Fußwegen und der neuen Beleuchtung. Gespannt ist er, wie künftig die Fahrradfahrer klarkommen. "Radfahren auf der Straße ist lebensgefährlich", stellt Brunhilde Thießen fest und spricht von Katastrophe. Auch Bodo Thielke sieht die Radfahrer auf der Fahrbahn in Gefahr. "Die Verkehrsführung ist gewöhnungsbedürftig", sagte er.

In die Zukunft blickte Sparkassenchef Axel Lohöfener und erläuterte Interessierten vor der Baustelle, wie die künftige Filiale aussehen wird, die Anfang Dezember bezogen werden soll: fast weißer Putz, viel Glas, eingefasst in Klinker. Auf dem Außengelände 27 Parkplätze und kleinkronige Bäume, damit der zweigeschossige Bau mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche nicht komplett verschwindet.

Er war nicht extra zur Einweihung der Poststraße nach Winsen gekommen, aber den weitesten Anreiseweg hatte er bestimmt. Denn Karim Selin wohnt in Kairo, zurzeit macht er in Wolthausen Urlaub und war mit Claus-Dieter Schmidt nach Winsen gefahren. 30 Jahre hat der 76-jährige Ägypter als Navigator für die Lufthansa gearbeitet. Als Ausgleich zum quirligen Kairo suchte er für den Urlaub ein ruhiges Plätzen und fand Wolthausen, wo er sich schon zum dritten Mal erholt.

Von Joachim Gries