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Winsen Zwei Winser hören nach 18 Jahren im Präventionsrat auf
Celler Land Winsen Zwei Winser hören nach 18 Jahren im Präventionsrat auf
16:04 24.04.2018
Von Simon Ziegler
Drogen, randalierende Jugendliche, "Komasaufen": Karin Quader und Günter Bensch haben im Präventionsrat über viele Probleme beraten. Jetzt ist es Zeit für einen Generationswechsel. Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

Der Winser Präventionsrat tagte erstmals im Jahr 2000. Anlass für die Gründung war ein CZ-Bericht, erinnert sich Quader. Damals waren gebrauchte Spritzen in einem Vorgarten gefunden worden, von einem Winser Drogenproblem war die Rede. Politiker des Gemeinderates sprachen Vertreter des Gemeindejugendringes an – die Idee für den Runden Tisch, ab 2002 Präventionsrat genannt, war geboren.

Viele Probleme standen in all den Jahren auf der Tagesordnung des Gremiums: Drogen, "Komasaufen", randalierende Jugendliche, der Standort des Jugendzentrums, die Sporthallen-Situation. Im Präventionsrat sind alle wichtigen Akteure vertreten: Polizei, Kitas, Schulen, Jugendamt, Jugendpflege, Familienbüro und freie Träger. "Wenn ein Problem auftauchte, wurde darüber gesprochen", sagt Bensch, der als Lehrer an der Grundschule Winsen arbeitet. Anschließend wurden der Bürgermeister oder die Fraktionen des Gemeinderates angeschrieben, um Lösungen zu erreichen.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Winsen als Brennpunkt-Gemeinde im Celler Westkreis galt. So machten jugendliche Straftäter im Jahr 2008 immer wieder Schlagzeilen, es ging oft um Vandalismus. Es war die Zeit, als auch aus dem Präventionsrat die Forderung nach einem Streetworker kam.

Inzwischen ist es in der Gemeinde viel ruhiger geworden. Die Mobile Jugendarbeit spricht einen Teil der Jugendlichen an, die Gemeindejugendpflege einen anderen. Das Thema Drogen bereite heute keine großen Probleme mehr, sagen Bensch und Quader.

Der Präventionsrat hat die Entwicklungen in Winsen immer begleitet. Hat Veranstaltungen auf die Beine gestellt – Vorträge, Diskussionsrunden, Theaterstücke. „Kinder und Jugendliche in Winsen stark machen“ ist das Motto. Im Landkreis gibt es nur in Hermannsburg ein vergleichbares Gremium.

Der Präventionsrat sei eine Erfolgsgeschichte, sind sich die beiden Gründungsmitglieder einig. „Was heute in Kitas und Schulen passiert, geht teilweise auf uns zurück“, sagt Karin Quader, die als Schulsozialarbeiterin im Ganztag an der Grundschule Wietze arbeitet. Das Gremium vernetze zahlreiche Akteure im sozialen Bereich. „Mich treibt die Neugier an, wie man etwas verändern kann“, so die 57-Jährige. Der Winser Grundschullehrer Günter Bensch ergänzt: „Wir sind ein parteipolitisch vollkommen unabhängiges Gremium. Unser Rat wird ernst genommen.“

Damit das auch so bleibt, muss der Winser Präventionsrat jetzt eine personelle Lücke schließen. Karsten Fricke, Vorsitzender des Gemeindebeirats der Winser Kitas, wird die Aufgaben von Günter Bensch übernehmen.

In der Gemeinde Winsen wird an einem weiteren Millionen-Projekt gearbeitet. Die Rathaus-Verwaltung denkt darüber nach, im Ortsteil Südwinsen einen neuen Kindergarten für 130 Kinder zu bauen. Die Kosten werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt.

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„Waidmannsdank“ heißt die Ausstellung mit Fotografien von Christiane Djalvand, die der Winser Heimatverein seit Sonntag im „Grooden Hus“ auf dem Museumshof Winsen zeigt. „Öffentlichkeitsarbeit, die ein breites Publikum anspricht, kommt bei der Jägerschaft oft zu kurz“, erklärte Helge John, Vorsitzender des Hegerings Eschede, der anlässlich der Vernissage in die Ausstellung einführte. Er freue sich über die Brücke, die Djalvands Ausstellung zwischen Jagenden und Nicht-Jagenden schlage.

15.04.2018

In der unendlichen Geschichte um die geplante Waller Biogasanlage gibt es eine neue Wendung: Am morgigen Donnerstag wird die Gemeindeverwaltung den Waller Ortsrat darüber informieren, dass das Celler Gewerbeaufsichtsamt die Pläne der Brandenburger Firma „Osters & Voß“ genehmigt hat. „Es handelt sich um eine Benachrichtigung, dass gebaut werden kann. Ob tatsächlich gebaut wird, wissen wir nicht“, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Er selbst rechnet „eher nicht“ damit, sagte er auf Nachfrage.

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