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Hintergrund So wird die Celler CD-Kaserne umgebaut
Mehr Hintergrund So wird die Celler CD-Kaserne umgebaut
18:05 21.12.2016
Celle Stadt

Landauf, landab sind in den 1980er Jahren Jugend- und Kulturzentren entstanden. 1996 nahm die Stadt Celle die gemeinnützige GmbH „CD-Kaserne“ in Betrieb. Seitdem sind dort unzählige Comedy-Größen aufgetreten, zahlreiche Festivals wurden gefeiert und Projekte wie „Ich bin stark!“ oder die „Aktionswochen gegen Rechtsextremismus“ haben Celle über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Die Ansprüche des Publikums sind gestiegen, doch die Räumlichkeiten haben sich kaum verändert.

„Am Anfang hat man zu wenig investiert“, erklärt Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne. „Und das Problem des Sanierungsstaus gibt es überall in ganz Deutschland.“ Nach mehr als zwanzig Jahren müssen die Jugendeinrichtungen nun auf den neuesten Stand gebracht werden, funktional, technisch, aber vor allem auch energetisch. Damit es im Foyer nicht mehr so zieht, damit das Getränkelager kühl bleibt und sich nicht aufheizt, damit es genügend Damentoiletten gibt, damit das Public Viewing im Sommer nicht mehr in der Halle stattfinden muss und damit mehrere Gruppen die Sporthalle gleichzeitig nutzen können.

Für die Modernisierung hat Bundesbauministerin Barbara Hendricks 140 Millionen Euro in die Hand genommen und ein Sanierungsprogramm für kommunale Einrichtungen gestartet. 1000 Projektvorschläge wurden insgesamt eingereicht. Den Zuschlag erhielten 56 kommunale Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur – darunter auch die CD-Kaserne.

Insgesamt wird die Modernisierung der CD-Kaserne mit 1,2 Millionen Euro vom Bund gefördert. Das Geld wird innerhalb von drei Jahren verbaut. Der Wunschzettel der Verwaltungsmitarbeiter ist ziemlich lang und die meisten Ideen können umgesetzt werden. „Schon im nächsten Winter wird das hässliche Foyer ganz anders aussehen“, erzählt Thomsen. Dann können die Besucher gerade darauf zugehen, das Pflaster wird ausgetauscht und der Kassenbereich ansprechend gestaltet.

Herzstück soll die neue interkulturelle Begegnungsstätte im hinteren Bereich werden. Mit dem Blick nach vorne auf die Skater-Anlage und dem Blick nach hinten ins Grüne. Allein die Ausgestaltung dieses Bereiches kostet 250.000 Euro.

Zwischen Juni und September ist die Bauzeit für das kommende Jahr geplant, dann werden in der CD-Kaserne nicht so viele Veranstaltungen stattfinden wie gewohnt. Es hätte für die Celler schlimmer kommen können, meint Thomsen: „Für die Sanierung hat der Pavillon in Hannover für ein Jahr komplett zugemacht.“

Von Dagny Rößler