Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Interview "Der To" freut sich auf besondere Energie in Celle
Mehr Interview "Der To" freut sich auf besondere Energie in Celle
15:55 16.09.2016
Celle Stadt

Was hat sich für Sie persönlich in fünf Jahren getan?

Für mich ist ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen. Ich hatte überhaupt nicht mit dieser Begeisterung gerechnet und war von der Resonanz positiv überrascht. Jeder Musiker wünscht sich mehr Auftritte. Wir spielen vereinzelt in Wohnzimmern und ab und zu bei Festivals. Wir sind sehr glücklich über diese große Tour. Es ist toll, was wir dabei an Reaktionen bekommen.

Wie ist es, nach Celle zurückzukehren und selbst die CD-Kaserne zu füllen?

Celle wird großartig. Wir freuen uns schon seit der ganzen Deutschlandtour auf dieses Heimspiel. In Celle hat alles angefangen und die Energie dort ist etwas Besonderes. Ich bin richtig aufgeregt. Es ist ein Nach-Hause-Kommen. Hier sind unsere Wurzeln und alle, die uns schon ewig begleiten, Familie, Freunde und Partner.

Sie schreiben selbst Texte und Musik. Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Die erste CD war eindeutig noch von den Toten Hosen geprägt. Aber mittlerweile habe ich meinen eigenen Stil gefunden und würde ihn als eine Mischung aus Pop/Rock, Alternativ und Singer und Songwriter beschreiben.

Was waren die bisher schönsten Momente als Musiker?

Ob wir vor drei oder 2000 Menschen spielen – wenn die Leute Spaß haben und mitsingen, ihre eigenen Emotionen in die Songs legen, dann ist das unfassbar toll. Das ist das schönste Feedback. Wie lange ein Konzert dauert, kommt auf die Leute an. Wir freuen uns, wenn es lange dauert. Da können sich die Celler überraschen lassen. Die Stimmung kurz und knapp: Zwischen Wunderkerzen, Tanzen und Mitgrölen. In Bremerhaven hatten wir eine wirklich fantastische Resonanz: Wir haben das gesamte Set zweimal gespielt, weil die Leute immer mehr wollten. Jede Stadt ist anders. Man muss sich immer neu aufs Publikum einstellen.

Mit wem haben Sie schon auf der Bühne gestanden?

Ein paar Mal mit Thomas Godoj und mit Lukas Meister aus Berlin, der in Celle dabei sein wird. Grundsätzlich haben wir schon mit vielen unterschiedlichen Künstlern aus Celle zusammengearbeitet.

Wofür steht Ihr neues Album „Worauf warten wir“?

Ich beschäftige mich mit dem Leben, mit der Zeit, die wir haben und wie wir sie nutzen. Meine Musik soll zum Nachdenken anregen, aber auch zum Tanzen und Feiern. Der Spaß wird dabei nie vergessen. Ganz besonders mag ich „Mein Hafen“. Es geht um Zusammenhalt, Freundschaft und darum, immer jemanden zu haben, in schwierigen und guten Zeiten, bei dem man sich anlehnen kann.

Wie fühlt es sich an, vor einem großen Publikum zu spielen?

Ich bin immer aufgeregt. Mein Lampenfieber finde ich aber auch immer spannend. Es ist doch tödlich für alle, wenn sich eine Routine einstellt. Aufgeregt darf man ruhig sein.

Wie lange dauert es, bis ein Song entstanden ist?

Ein Song entsteht manchmal relativ fix und ist innerhalb einer halben Stunde fertig. Aber manchmal dauert es auch ziemlich lange, ich lege ihn eine Weile beiseite, schaue wieder darauf. Bei „Mein Hafen“ habe ich mich immer gefragt, wie ich das noch besser ausdrücken kann. Auch während der Tour schreibe ich neue Lieder. Mal habe ich einen Text fix im Kopf und schreibe ihn sofort auf, manchmal erst die Melodie. Neulich war bei einem Song beides sofort da.

Von Marlene Schlüter